EU-Werbemaßnahme für Fleisch
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EU-Werbemaßnahme für Fleisch

15 Millionen EU-Euro, um Fleischverzehr anzukurbeln?

Stattdessen bioveganen Landbau erforschen!

straathof-schweinemast EU-Agrarkommissar Phil Hogan möchte den Fleischverzehr in der EU mit einer Kampagne ankurbeln. Dafür sollen 15.000.000 Euro ausgegeben werden. Das Ziel sei, „einige Mythen über die Tierhaltung [zu] zerstreuen". Animal Rights Watch sieht darin ein völlig falsches Signal. Das Geld wäre in der Erforschung und Förderung zukunftsgerichteter Landwirtschaftsmodelle wie des bioveganen Landbaus und einer regional strukturierten, solidarischen Landwirtschaft wesentlich sinnvoller angelegt.

15.10.2016: Hogan möchte der milliardenschweren Fleischindustrie nun noch mit 15 Millionen Euro öffentlicher Gelder die Werbung abnehmen. Mit dieser Verschwendung von Steuergeldern soll ein unökologischer, unsozialer und tierquälerischer Lebensstil gerettet werden, der zu Recht rückläufig ist. Analog dazu könnte die EU-Kommission auch beschließen, den Zigarettenkonsum mit Steuergeldern zu bewerben.

Alle relevanten Expertenorganisationen, vom Umweltbundesamt und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zum Weltklimarat (IPCC) und der UN-Ernährungsorganisation FAO mahnen seit Jahren eine Abkehr von der fleisch- und tierproduktlastigen westlichen Ernährungsform an. Die Politik hingegen, in Deutschland ebenso wie auf EU-Ebene, ignoriert bewusst die schwerwiegenden Auswirkungen der Tierhaltung: systemimmanente Tierquälerei, Mitverursachung aller großen Umweltprobleme und die unverantwortliche globale Verschwendung von Anbauflächen für Tierfutter.

Den Fleischkonsum angesichts dessen auch noch ankurbeln zu wollen, spricht der Wissenschaft und dem Verbraucherwillen Hohn. Ganz abgesehen von den Tieren, die für diese rückwärtsgewandte Politik herhalten müssen. ARIWA fordert die EU-Kommission deshalb dazu auf, die eingeplanten 15 Millionen Euro stattdessen zur Erforschung und Förderung eines zukunftsorientierten, ökologischen Landwirtschaftskonzepts zu verwenden, das eine pflanzliche Ausrichtung und regionale, solidarische Strukturen ermöglichen soll.

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