Aktionsreihe: 42 Tage bis zum Tod
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Aktionsreihe: 42 Tage bis zum Tod

Aktionsreihe: 42 Tage bis zum Tod

Unter dem Motto „Albtraum Hühnermast: 42 Tage bis zum Tod“ thematisiert ARIWA einige der extremsten Auswüchse der menschlichen Alltagsgewalt gegen Tiere: Zucht, Leben und Tod von Hühnern in der Fleischindustrie. Gerade einmal 42 Tage dauert das Leben eines Masthuhns. Verschiedene Aktionen rund um die Zahl 42 sollen auf das Leid jedes dieser Tiere aufmerksam machen.

BIELEFELD: 42-TAGE-MAHNWACHE

Vom 20.05. bis 30.06. finden in Bielefeld Mahnwachen statt - insgesamt 42 Tage, jeweils für 42 Minuten. Am letzten Tag steht anstelle der Mahnwache die Großdemonstration Bielefeld für die Schließung aller Schlachthäuser.

Es ist die erste ARIWA-Aktion diesen Umfangs, bei der Hühner im Mittelpunkt stehen. Der thematische Schwerpunkt ist ganz bewusst gewählt: Nach Fischen sind Hühner die Tiere, die am zahlreichsten für den menschlichen Konsum geschlachtet werden: rund 900 von ihnen verspeist ein einziger Durchscnnittsdeutscher in seinem Leben. Zum Zeitpunkt dieses Berichts läuft die Aktion bereits seit 26 Tagen – fast zwei Drittel der Lebenszeit, welche die Aktiven symbolisch begleiten, sind um.

Die Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Aktion zeigen, wie nötig es ist, dem Leid der Hühner besondere Aufmerksamkeit zu zollen. Eine junge Passantin erklärt, sie esse keine Schweine oder Rinder, habe aber gedacht, Hühner würden besser behandelt. Tatsächlich ist die Nachfrage nach Hühnerfleisch im Speziellen ungebrochen, obwohl sich die Erkenntnis, das Fleischkonsum problematisch ist, immer weiter verbreitet. Andere Passanten sprechen von sich aus das Leid von Küken in der Eierindustrie an. Die Information, dass dort männliche Tiere bereits am ersten Tag ihres Lebens wieder vernichtet werden, ist immer mehr Menschen bekannt. „Was kann man tun?“ fragen einige von sich aus, andere fühlen sich ertappt, wenn sie den Aktiven bestätigen, dass das kurze und qualvolle Leben, das wir für Tiere vorsehen, Unrecht sei, sie aber die Frage, ob sie bereits vegetarisch oder vegan leben, verneinen müssen.

Organisator Simon Anhut zieht ein positives Zwischenfazit: „Wir stehen mit großen Bannern mit eindrücklichen Bildern vom Anfang und Ende eines Hühnerlebens in der Innenstadt, nahe KFC. Dazu vermittelt mal ein Laptop, mal eine Leinwand Impressionen des rücksichtslosen Umgangs, den die empfindsamen Tiere in den wenigen Tagen ihres Lebens durch Menschen erfahren. Beides bewegt die Menschen. Viele wollen etwas ändern und sind sich bewusst, dass die wesentliche Hürde zur Veränderung bei ihnen selbst liegt. Und viele sind bereit, sich dieser Hürde zu stellen und sich an einer veganen Lebensweise zu versuchen - und wenn es erstmal für 42 Tage ist.“

Das „Masthuhn“ ist durch extremen Fleischansatz eine Qualzucht, ein Tier das ohne jeden Kontakt zur Mutter zur Welt kam und dessen Tod für den 29. oder spätestens 42. Tag seines Lebens eingeplant ist. Manche Hühner überleben nicht einmal diese paar Tage. Lesen Sie alle Hintergrundinfos in unserem Thementext: Das Leben der Masthühner.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Mahnwachen in Bielefeld sollen nicht die letzten Aktionen unter dem Motto „42 Tage bis zum Tod“ sein. Weitere Termine und Konzepte befinden sich in Planung.

 

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