Augenblicke des Lebens und Welttag für das Ende des Speziesismus
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Augenblicke des Lebens und Welttag für das Ende des Speziesismus

Augenblicke des Lebens und Welttag für das Ende des Speziesismus

30 verschiedene Tieraugen blicken die Menschen in Köln in der Schildergasse an. „Wer bin ich, dass du mich als Essen siehst?“ fragt das eine, „Wer bin ich, dass du mich hinter Gitter sperrst?“ ein anderes – hinter jedem der künstlerischen Plakatmotive steht die Lebensgeschichte eines Tieres, das der Mensch auf unterschiedliche Weise (aus)nutzt. Gemeinsam fragen sie: Mit welchem Recht blickt der Mensch so verschieden auf all diese Tiere? Mit welchem Recht nutzt oder tötet er sie für seine Zwecke oder zerstört bedenkenlos ihren Lebensraum? Diesen Fragen musste sich das Kölner Publikum am Samstag stellen.

Eine Kunstausstellung mitten in der Innenstadt – das ist eine eher ungewöhnliche Form der Demonstration. Die ansprechenden Bilder von Tieraugen stießen auf eine große Offenheit bei Passantinnen und Passanten. Welches Auge für welches Tier steht, war nicht immer unmittelbar erkennbar und lud zum Raten ein. Die Vielfalt der Augen machte schnell klar, dass es bei dieser Demonstration nicht um eine einzelne Tierart oder ein einzelnes Thema ging, sondern um eine größere Idee. Konfrontiert mit der Allgegenwärtigkeit menschengemachten Tierleids waren sich viele einig: Nein, wir haben nicht das Recht, Tiere auszunutzen.

Viele informierten sich am Infostand oder anhand der Filme, die das ARIWA-Mobil präsentierte. Leckeres veganes Essen konnte vor Ort probiert werden. Der Pianist Tastenshakespeare steuerte auch akustische Kunst zur Aktion bei und gab mit melancholischer Stimmung dem Gedenken an die Opfer des menschlichen „Recht des Stärkeren“ Raum.

Die Aktion wurde von den ARIWA-Ortsgruppen Ruhrgebiet und Koblenz gemeinsam organisiert. Die 30 Augenmotive sind Teil einer Serie von 365 Bildern unter dem Titel „Augen-Blicke des Lebens“ der Künstlerin Meune Lehmann. „In ihren Augen erkennen wir, dass wir es nicht mit etwas zu tun haben, sondern mit jemandem“, erklärt ein Redebeitrag die Adaption der Kunst als Demoformat. „Wenn wir hinsehen, wo Tiere durch Menschen leiden, statt wegzusehen, weil wir ihr Leid selbst nicht ertragen, dann ist die Frage nicht: Wie nutzen wir sie? Dann ist die Frage: Was schulden wir ihnen? Und dann ist die Antwort: Tierrechte.“ Tierrechte sollten nach der Vorstellung von ARIWA so selbstverständlich sein wie Menschenrechte. Alles andere ist Speziesismus: Die Abwertung anderer Spezies ohne Rechtfertigung.

Welttag für das Ende des Speziesismus

Die „Augenblicke“ in Köln verstehen sich auch als Ankündigung des Welttags für das Ende des Speziesismus, eines internationalen Aktionstages, der am 25.08. in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien begangen wird. ARIWA ruft zur Beteiligung am Aktionstag auf.
Mehr Informationen unter end-of-speciesism.org.

Übersicht aller bevorstehenden ARIWA Termine