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Schweinemast Haßleben: Politik billigt hunderttausendfaches Tierleid

bild Nach jahrelangem Tauziehen steht zu befürchten, dass die gigantische Schweinemastanlage Haßleben in Betrieb gehen wird. Eine Genehmigung für die Tierfabrik des niederländischen Investors Harry van Gennip, in der 37000 Schweine eingesperrt werden sollen, wurde am 20.6.2013 erteilt.

Hintergrund: Seit 2004 versuchte der niederländische Investor van Gennip, die ehemalige DDR- Schweinemastanlage in Haßleben/Uckermark wieder in Betrieb zu nehmen. Während in Holland die Anzahl der Masttiere eingefroren wurde, weil der Boden hoffnungslos überdüngt wurde, werden van Gennip und andere Investoren in Ostdeutschland mit hohen Subventionen angelockt. Im Klartext sollen also die Bürgerinnen und Bürger die Zerstörung der eigenen Heimat bezahlen.

Gegenwehr: Insbesondere die Bürgerinitiative Kontraindustrieschwein hat jahrelang Proteste gegen die Pläne organisiert. Die Bürgerinitiative hat errechnet, dass pro Jahr über 100.000 Schweine durch die Zucht- und Mastanlage geschleust werden. Die „Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt“ (ASS) aus Berlin hatte aktuell einen Eil-Appell an die Umweltministerin Brandenburgs, Anita Tack gerichtet, der in fünf Tagen von 28.000 Menschen unterzeichnet worden war. Animal Rights Watch engagiert sich seit vielen Jahren gegen die Inbetriebnahme der Mastanlage in Haßleben und anderenorts unter anderem durch die Verbreitung von Bildmaterial aus vergleichbaren Ställen.

Bildmaterial: Animal Rights Watch liegt immer wieder Bildmaterial zu Schweinemast- und Schweinezuchtbetrieben aus Ostdeutschland vor. Durch die Weitergabe an die Medien entstehen oftmals Fernsehbeiträge, wie beispielsweise der Bericht in ARD Brisant zur Mastanlage in Haßleben (lesen Sie hier mehr darüber). Dadurch kann der öffentliche Druck auf die Politik weiter ausgebaut werden.

Tierhaltung: Die industrielle Massenvernichtung von Tierleben wird von immer mehr Menschen kritisch hinterfragt. Sogenannte Massentierhaltung ist in weiten Teilen der Bevölkerung verpönt, was jedoch im Gegensatz zur Nachfrage nach möglichst billigen Fleischprodukten steht. Schweine sind leidensfähige Säugetiere, die ein Interesse an körperlicher Unversehrtheit haben. Ihre Intelligenz ist in etwa der von Hunden gleichzusetzen. Mastschweine stehen beschäftigungsarm in engen Betonbuchten mit Spaltenböden über den eigenen Exkrementen. Ihre Mütter müssen ihr halbes Leben als Zuchtsauen in körpergroßen Kastenständern leiden, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung steht einem Mastschwein von mehr als 110 Kilogramm Gewicht ein Quadratmeter Stallfläche zu. Nach sechs Monaten in der Mast werden Schweine zum Schlachthof transportiert und dort getötet. Das Leiden und Sterben der Tiere erfolgt völlig sinnlos, da der Konsum von Fleischprodukten nachgewiesen unnötig ist und außerdem die Gesundheit von Menschen gefährdet. Tierhaltung zerstört die Umwelt durch Boden- und Luftverschmutzung und ist ein größerer Klimakiller als der Straßenverkehr. Natürliche Ressourcen wie Wasser und Land (zum Anbau von Futterpflanzen) werden in horrenden Mengen verschlungen.

Pressekontakt:
Wolfgang Siebert, Tel.: 01577-6633353, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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