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Aktuell

Grausame „Schlachtfehler" auch im Bio-Schlachthof nebenan

rind-qu 08.11.2018: Rinder, die mit Elektroschockern und Eisenstangen malträtiert werden, fehlerhafte Betäubungen und ein langsamer, qualvoller Tod: Solche Szenen sind nicht nur in Großschlachthöfen grausamer Alltag, sondern auch in kleinen, regionalen Betrieben. Das beweisen aktuelle Videoaufnahmen aus einem bio-zertifizierten Schlachthof  in Brandenburg. Bereits zum vierten Mal innerhalb eines Monats deckt Videomaterial von Tierschutzorganisationen damit schwere Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen auf. Die Bilder zeigen drastisch, dass das Töten eines Tieres nie harmlos ist und dass es Fleisch nicht ohne Tierleid gibt – auch dann nicht, wenn es sich um »Premium-Fleisch« handelt. ARIWA fordert deshalb die Schließung aller Schlachthöfe. ARD und RBB berichten heute mit aktuellem Videomaterial von Animal Rights Watch (ARIWA).

 

Kollateralschäden der Tierproduktion

Kollateralschaden Verunglückte Tiertransporter, brennende Tierfabriken und Schlachthöfe, Schweine die in Masthallen ersticken und qualvoll sterbende Tiere, weil sie nicht versorgt werden: Schlagzeilen wie diese sind leider keine Seltenheit. Denn die Tierindustrie fabriziert nicht nur im Schlachthof Opfer, sondern bereits auf dem grausamen Weg dahin. Ein Großteil der Tiere sterben „vorzeitig" auf Grund der schlechten Haltungsbedingungen. Diese Opfer sind bereits von vornherein mit einkalkuliert und werden in Kauf genommen. Allein 21 Prozent der lebend geborenen Schweine sterben noch vor der Schlachtung. In einem System, bei dem Tiere nur als Ware gelten und nicht als fühlende Individuen wahrgenommen werden, ist unermessliches Leid vorprogrammiert, bei „Unfällen" wird lediglich der wirtschaftliche Schaden betrauert.

 

„Straffreies Tierleid"

Report Mainz berichtet mit Bildern von ARIWA

sau gut_thiemendorf 4.9.2018: Tierschutzverstöße in deutschen Anlagen bleiben für die Verantwortlichen fast immer ohne Strafe, auch wenn sie dauerhaft und systematisch begangen werden. Warum das so ist, zeigt das ARD-Magazin Report Mainz in seinem Beitrag „Straffreies Tierleid". Neben Berichten von Amtsveterinär/innen und Strafrechtsexperten belegen zeitlich gestaffelte Aufnahmen aus der Thüringer Schweinezucht Gut Thiemendorf GmbH & Co. KG exemplarisch, dass sich am Leid der Tiere selbst nach mehrfachen Strafanzeigen nichts Grundlegendes ändert.

 

Erneut systematisches Erschlagen kleiner Ferkel in der Schweinezucht dokumentiert

ferkel-3 16.7.2018: Bereits 2014 und 2016 deckte Animal Rights Watch (ARIWA) auf, dass Ferkel in deutschen Schweinevermehrungsbetrieben systematisch erschlagen werden, weil sich die Handaufzucht kleinerer Tiere finanziell nicht lohnt. Die mit versteckten Kameras aufgenommenen Bilder lösten bundesweite Empörung aus. Aktuelles Videomaterial aus einem Ferkelvermehrungsbetrieb in Brandenburg zeigt, dass weiterhin kleine Ferkel im Akkord brutal getötet werden. Sehr deutlich wird bei den aktuellen Bildern, dass das einzige Kriterium, das über Leben und Tod bestimmt, die Größe der Tiere ist. Es geht nicht darum, „nicht lebensfähige" Ferkel zu erlösen. Die dokumentierte Praxis stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. ARD Brisant berichtet am Montag, den 16. Juli mit aktuellem Videomaterial von Animal Rights Watch.

 

FAQs: Tierrechts-Recherchen

lobby-01-1200 Regelmäßig werden Animal Rights Watch und den (öffentlich-rechtlichen) Medien Vorwürfe gemacht, wenn es um die Veröffentlichung von Recherchevideos aus Tieranlagen geht. Um Missverständnissen und Unterstellungen vorzubeugen, beantwortet Animal Rights Watch hier die gängigsten Fragen zum Thema Tierrechts-Recherchen.

 

Große Mehrheit befürwortet Undercover-Recherchen

AktivistInnen 11.06.2018: Über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befürworten die Anfertigung von Undercover-Aufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben, um damit Tierleid und Missstände aufzudecken. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die von den Tierrechtsorganisationen Deutsches Tierschutzbüro, PETA, Animal Equality, Tierretter.de, Soko Tierschutz und ARIWA in Auftrag gegeben und letzte Woche durchgeführt wurde. Die Umfrage ergab, dass sich der Großteil der Gesellschaft Deutschlands (85,3%) für stärkere Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben ausspricht. Außerdem halten 82% der Befragten die heimliche Erstellung und anschließende Verbreitung von Bildmaterial zur Aufdeckung von Tierleid und Missständen für gerechtfertigt. Die Ergebnisse stehen in starkem Kontrast zu aktuellen Äußerungen von CDU und FDP. Diese fordern eine härtere Bestrafung von Aktivisten, die für Undercover-Aufnahmen heimlich landwirtschaftliche Betriebe betreten, auch wenn erst dadurch tierquälerische Zustände aufgedeckt werden. Außerdem wollen sie Organisationen, die entsprechendes Filmmaterial veröffentlichen, die Gemeinnützigkeit entziehen. Damit stellen sie sich gegen die Mehrheit der Wählerschaft.

 

Katastrophale Zustände in Legehennen-Bodenhaltung in Sachsen-Anhalt

2018-legehenne "Legehennen", die sich am Rücken und Bauch kahl und blutig picken. Hühner mit schmerzhaft entzündeten, eitrigen Kloaken. Der Boden durch und durch verkotet, zwischen den lebenden Hennen viele tote. Diese Bilder stammen aus einer "Legehennen"-Bodenhaltung in Sachsen-Anhalt. In einer Junghennenaufzucht des gleichen Betreibers bleiben viele Hühner mit ihren Beinen hilflos zwischen den Volieren-Stangen hängen – sie verletzen sich und sterben qualvoll. MDR Sachsen-Anhalt heute berichtete im Mai 2018 mit aktuellem Bildmaterial von Animal Rights Watch.

 

BGH-Urteil: Recherche-Aufnahmen aus Ställen dürfen veröffentlicht werden

bio-hennen 10.04.2018: Im Jahr 2012 veröffentlichte der MDR heimlich erstelltes Videomaterial aus Bio-Legehennen-Anlagen der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof GmbH. Die Bilder wurden dem MDR von Animal Rights Watch (ARIWA) zur Verfügung gestellt und enthüllten erschreckende Zustände. Kahlgepickte Hühner mit ausgemergelten Körpern, entzündete eitrige Kloaken und zahlreiche tote Hühner. Die Zustände waren katastrophal – stellten aber keine Straftatbestände dar. Der Betreiber hielt sich, mit wenigen kleinen Ausnahmen, an das EG-Öko-Recht. Aus diesem Grund erwirkte Fürstenhof einen Beschluss gegen den MDR, wonach das von Aktivist/innen durch Hausfriedensbruch beschaffte Bildmaterial nicht weiter veröffentlicht werden durfte. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe urteilte heute, dass die Bilder ausgestrahlt werden dürfen, obwohl sie weitestgehend legale Zustände zeigen. Das Urteil zugunsten der Veröffentlichung ist ein wichtiges Signal für einen ehrlichen öffentlichen Diskurs über die Zustände in der Nutztierindustrie, die auch in rechtskonformen Ställen tierquälerisch sind.

 
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