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Agrarfunktionäre empfangen Veterinärämter in vorbereiteten Ställen

schwein-gesicht-mast 25.10.2016: Bei Veterinärkontrollen in den Ställen führender Agrarfunktionäre seien keine Tierschutzverstöße festgestellt worden. Das ergaben Behördenkontrollen, die teilweise erst Wochen nach den Medienberichten über die tierschutzwidrigen Zustände in diesen Ställen stattfanden. Die Ställe waren bis dahin längst aufgeräumt und die betroffenen Betriebe für die vorhersehbaren und meist angekündigten Kontrollen vorbereitet. So unterstützen solche Pseudokontrollen die nicht enden wollenden Durchhalteparolen der tierhaltenden Landwirtschaft, wonach alles in Ordnung sei. Die einzige Möglichkeit, Tierleid wirkungsvoll zu verhindern, ist jedoch eine Komplettabkehr von der Tiernutzung.

 

Die Agrarlobbyisten-Recherche

Reaktionen im Überblick

lobby-01-1200 Ende September 2016 veröffentlichte Animal Rights Watch (ARIWA) umfassendes Videomaterial aus 12 Schweine-, Puten- und Hühnerbetrieben führender Landwirtschaftsfunktionäre in Deutschland. Die Bilder sorgten für viel Aufregung und Entsetzen, erfuhren enorme Beachtung in der Gesellschaft, in Fachkreisen und den Medien – und sorgten auch für reichlich Wirbel in der Politik. Wie keine Veröffentlichung zuvor zeigten diese Bilder eindeutig, dass es sich bei den Tierhaltungs-Skandalen der letzten Jahre keineswegs um Einzelfälle handelt. Die schockierenden Aufnahmen der Tiere führender Verbandsvertreter bilden offenkundig die grausame Normalität in der deutschen Tierindustrie ab.

 

Freispruch für Recherche-Aktivist/innen

Richterin sah in Schweinehaltung rechtfertigenden Notstand gegeben

schweinenase26.09.2016: Der Prozess gegen drei Recherche-Aktivist/innen, die 2013 heimlich in einer Schweinezucht und -mast in Sachsen-Anhalt Videoaufnahmen vom Leid der Tiere angefertigt hatten, endete heute mit einem Freispruch nach §34 StGB „Rechtfertigender Notstand". Die Richterin des Amtsgerichts Haldensleben sah das Rechtsgut Tierschutz in der Anlage mit 63.000 Tieren in einer Art verletzt, die den begangenen Hausfriedensbruch der drei Aktiven rechtfertigte. Diese betraten die Anlage im Juni und Juli 2013 nachts mit dem Ziel, die Zustände zu veröffentlichen und so den nötigen Druck für eine staatliche Verfolgung aufzubauen.

 

Business as usual:

Agrarverbände reagieren mit Angriffen statt Einsichten auf neueste ARIWA Veröffentlichung

schweinemast-und-totes-schwein Am 22. September veröffentlichte Animal Rights Watch neues, umfassendes Undercovermaterial aus Schweine-, Puten- und Hühnerbetrieben Deutschlands wichtigster Agrarlobbyisten. Das Videomaterial zeigt, dass es sich bei den Tierhaltungs-Skandalen der letzten Jahre keineswegs um Einzelfälle handelt. Die schockierenden Aufnahmen der Tiere führender Verbandsvertreter bilden offenkundig die grausame Normalität in der deutschen Tierindustrie ab. Doch statt sich mit der Kritik an den unhaltbaren Zuständen ernsthaft auseinanderzusetzen, reagiert die Agrarlobby wie gewohnt mit Angriffen gegen ARIWA, dem Herunterspielen von Missständen, der Abwälzung der Verantwortung auf Mitarbeiter/innen und der Behauptung, die Bilder seien gefälscht. Diese Strategie verstärkt einmal mehr die Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Tierindustrie.

 

Systematisches Tierleid in den Ställen Deutschlands wichtigster Agrarlobbyisten

ARD Panorama berichtete am 22. September mit einer kleinen Auswahl des umfassenden Videomaterials

Schwein in Tierindustrie Tote Schweine, die tagelang im Stall verwesen, ein Schwein, das von Artgenossen lebendig aufgefressen wird, Puten mit handtellergroßen offenen Wunden, am Boden zerschmetterte Ferkel, Hühner mit eitertriefenden Kloaken – so sieht es in den Ställen 12 bedeutender deutscher Tierproduktionslobbyisten aus. Das umfangreiche Videomaterial, das ARIWA heute veröffentlicht, beweist, dass es sich bei den Tierhaltungs-Skandalen der letzten Jahre keineswegs um Einzelfälle handelt. Im Gegenteil: Die grausame Realität der deutschen Tierhaltung wird seit Jahren von namhaften Vertretern der Tierproduktionslobby aus rein wirtschaftlichem Eigeninteresse geleugnet und schöngeredet – unter anderem von den Funktionären, aus deren Ställen das heute zu sehende Material stammt. Die ARD-Sendung „Panorama" strahlte am 22. September vorab bereits einen kleinen Teil der Aufnahmen aus.

 

Trotz Anzeigen und Polizeirazzien

Immer noch massive Verstöße in riesiger Thüringer Schweinezucht

schwache-ferkel 12. Juli 2016: In einer riesigen Thüringer Schweinezucht liegen teils gravierende tierschutzrechtliche Verstöße vor. Dies zeigt bisher unveröffentlichtes Undercover-Recherche-Material von Animal Rights Watch vom November 2015. Dabei ist besonders eklatant: Obwohl seit 2013 mehrere Razzien und behördliche Kontrollen in dem Betrieb erfolgten, wurden Ende 2015 weiterhin schwerwiegende Verstöße festgestellt. Dies zeigt zum wiederholten Male, dass Behördenkontrollen nicht dazu geeignet sind, Tierleid zu verhindern. RTL Aktuell und RTL Nachtjournal berichten am 12. Juli mit Material von ARIWA.

 

Tierhaltungsverbot für Straathof ist begrüßenswert

Aber keine umfassende Lösung

straathof-schweinemast Am Montag den 04. Juli hat das Magdeburger Verwaltungsgericht das Tierhaltungsverbot gegen „Schweine-Baron" Adrianus Straathof bestätigt. Er fiel immer wieder durch Gesetzesverstöße und unhaltbare Zustände in seinen Schweinezucht- und Mastbetrieben auf. Dass Straathof jedoch nicht das schwarze Schaf einer ansonsten passablen Branche ist, hat Animal Rights Watch durch jahrelange Recherchen in ganz Deutschland gezeigt. Zustände wie bei Straathof finden sich in sehr vielen Anlagen. Daher kann ein individuelles Tierhaltungsverbot nicht die Lösung für die Probleme eines generell fragwürdigen Systems sein.

 

Tierquälerische Kastenstände und das Versagen der Behörden

ZDF Frontal 21 berichtet am 10. Mai um 21:00 Uhr mit Material von ARIWA

Bild 1 Animal Rights Watch deckt regelmäßig auf, dass in deutschen Schweinezuchten so enge Kastenstände an der Tagesordnung sind, dass die Sauen nahezu bewegungsunfähig darin fixiert sind. Doch Strafanzeigen gegen solche Tierschutzverstöße haben meist keine Wirkung. Ermittlungen werden, wenn sie überhaupt aufgenommen werden, ergebnislos eingestellt. Veterinärbehörden schauen systematisch über das Tierleid hinweg. Immer wieder zeigt sich, dass das Tierschutzgesetz keine Bedeutung hat.

 
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