Tötung schwacher Ferkel ist unzulässig
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Totschlagferkel sind lebensfähig

Lebender Beweis im „Land der Tiere"

Pauline Lulu_Land-der_Tiere Aktuelles Videomaterial von schwachen Ferkeln, die brutal erschlagen werden, schockiert diese Woche ganz Deutschland. Dass diese Tötungen gängige Praxis sind, wird schon seit 2013 von Animal Rights Watch (ARIWA) immer wieder aufgedeckt. Zahlreiche deutsche Schweinezuchten töten routinemäßig schwache, aber lebensfähige Ferkel. Die öffentliche Debatte beschränkt sich dabei auf unerlaubte Tötungsmethoden und das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter/innen. Doch der eigentliche Skandal reicht weitaus tiefer: Unter dem Vorwand, sie seien nicht lebensfähig, werden Millionen Ferkel hierzulande Jahr für Jahr aus rein wirtschaftlichen Gründen getötet und entsorgt. Denn die für schwache Ferkel notwendige Handaufzucht ist den Anlagenbetreibern schlicht zu teuer. Dass solche Ferkel aber durchaus gute Überlebenschancen haben, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Lebenshof „Land der Tiere". Hier werden zwei besonders schwache und kranke Ferkel, die in einer Schweinezucht getötet werden sollten, per Hand aufgezogen. Und das mit Erfolg.

bild02 Jürgen Foß war an den Recherchen in vielen deutschen Schweinezuchtbetrieben beteiligt. Seit 2015 betreibt er das „Land der Tiere" in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Hof für ehemalige Nutztiere werden Pauline und Lulu, wie die beiden Ferkel nun heißen, seit vier Wochen gepflegt. Sie hatten lebensbedrohliche Darmparasiten und Keime, waren dehydriert und unterernährt und litten unter Durchfall und eitrigen Abszessen. „Kein Grund ein Tier zu töten", meint ARIWA-Vorstandsmitglied Foß, schließlich würden Hund und Katze in einem solchen Fall ja auch behandelt: „Ein Schwein ist rechtlich und ethisch nun einmal kein Tier zweiter Klasse. Die Ausreden der Schweinezüchter, diese Tiere seien nicht lebensfähig, sind völlig absurd und allein durch ökonomische Interessen motiviert."

Tieren in der Landwirtschaft wird aus wirtschaftlichen Gründen tagtäglich Leid zugefügt. Legehennen wird der Schnabel abgebrannt, Puten werden zur Gewichtmaximierung krankgezüchtet, Kühe werden nach einem Tag von ihren Kälbern getrennt und schwache Ferkel werden einfach erschlagen. Solange Tiere kommerziell genutzt werden, bleiben diese Grausamkeiten bestehen. Deshalb fordert ARIWA eine Abkehr von der Tiernutzung und stattdessen die Förderung einer bio-veganen Landwirtschaft zur Produktion gesunder pflanzlicher Lebensmittel.

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