Schweinehaltung der NRW-Landwirtschaftsministerin
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Grausame Schweinehaltung: NRW-Landwirtschaftsministerin will Tierschutz-Verbandsklagerecht abschaffen

Klage von ARIWA gegen betroffenen Kreis Steinfurt anhängig

schweinemast-tierretter 13.07.2017: Der Tierrechtsverein tierretter.de veröffentlichte gestern bei stern TV grausame Bilder aus einer Schweinemast, die der neuen nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking zuzuordnen ist. Auf den Aufnahmen sind Schweine mit handtellergroßen eitrigen Wunden, Kampf- und Beinverletzungen, fehlendes frisches Trinkwasser und Buchten ohne Beschäftigungsmaterial zu sehen. Auch extreme Ammoniakwerte in der Luft wurden von tieretter.de nachgewiesen, was zu Augenentzündungen, Lungenerkrankungen und Husten führt. Während die Schweine in Schulze Föckings Stall leiden, engagiert sie sich als Landwirtschaftsministerin für die Abschaffung der Tierschutz-Verbandsklage in NRW: zum Nachteil der Tiere und zum alleinigen Nutzen der Tierhalter/innen. Denn die Tierschutz-Verbandsklage ist die einzige Möglichkeit, eine konsequente Umsetzung des Tierschutzgesetzes durchzusetzen und Zustände wie in Schulze Föckings Stall zu ahnden.

Bereits Anfang dieses Jahres war Christina Schulze Föcking für einen Gesetzentwurf der CDU-Fraktion zur Aufhebung des Tierschutz-Verbandsklage-Gesetzes in Nordrhein-Westfalen maßgeblich mitverantwortlich. In der Begründung hieß es: „Das Tierschutzniveau in Deutschland ist international auf sehr hohem Stand." Die nun veröffentlichten Bilder lassen vermuten, was eigentlich hinter den Plänen steckt. Zustände wie im Stall Schulze Föcking sind grausam, teilweise gesetzeswidrig, aber trotzdem an der Tagesordnung in der Schweineproduktion. Die Abschaffung der Tierschutz-Verbandsklage in NRW würde solche Zustände weiter decken.

Animal Rights Watch hat verschiedene Verbandsklagen gegen Schweinezüchter in NRW auf den Weg gebracht, die allesamt noch verhandelt werden. Der Kreis Steinfurt, in dem auch der Stall Schulze Föckings liegt, verweigert gegenüber ARIWA in diesem Zusammenhang jegliche Akteneinsicht und versucht die Verbandsklage auf diesem Wege bereits im Ansatz auszuhebeln. Daher klagt ARIWA derzeit gegen den Landkreis Steinfurt und prüft nun, ob auch der Stall von Schulze Föcking selbst zum Gegenstand einer Verbandsklage werden wird. Was aus den laufenden Verfahren bei einer Abschaffung der Verbandsklage werden würde, ist offen.

Der Fall Schulze Föcking zeigt einmal mehr, wie hilflos Millionen empfindsamer Tiere der deutschen Tierindustrie ausgeliefert sind: Das Leid der Tiere gehört zum System. Dabei ist dieses System keineswegs alternativlos. Landwirt/innen, die heute oft genug selbst um das Überleben ihrer Betriebe kämpfen, können hochwertige pflanzliche Lebensmittel anbauen. Die Politik kann Tierhaltungssubventionen stoppen und stattdessen den bio-veganen Landbau fördern. Und wir alle können uns lecker und gesund rein pflanzlich ernähren.

Unterzeichnen Sie die Petition von tieretter.de zum Erhalt der Tierschutzverbandsklage in NRW.

Bilder aus der Recherche, veröffentlicht von tieretter.de:

Mastschweine Kannibalismus verdreckte Mastbucht
nekrotische Wunde Mastschwein Mastbucht
Entzuendete Gelenke Mastbucht Kampfverletzung

Schwein in Mastanlage

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