Tierquälerei in der Schweinemast ARD Panorama
Animal Rights Watch auf Twitter Animal Rights Watch auf Facebook Zum YouTube-Kanal

Aktuell

Tierquälerei in der Schweinemast

Schwein Siegen, Gießen, Otzberg, 02. Juni 2005: Das ARD-Politmagazin PANORAMA berichtete über Recherchen in Schweinemastanlagen. Die Bilder wurden PANORAMA von uns zur Verfügung gestellt. PANORAMA kommentiert die Zustände in deutschen Mastanlagen: „Sie haben blutende Wunden, gebrochene Beine oder sind schon lange tot und halb verwest: Schweine in vielen deutschen Mastbetrieben. Tierquälerei wurde jetzt von Tierschützern dokumentiert. Heimlich sind sie in mehrere Betriebe eingestiegen und haben dort grausame Bilder gedreht. Doch die betroffenen Bauern können weitermachen. Denn die zuständigen Veterinärämter kontrollieren offensichtlich selten oder drücken beide Augen zu. Tierschutz – für die Behörden offenbar allzu häufig kein Thema.“ (Quelle: ARD-PANORAMA).

Tiere vegetieren in ihren eigenen Exkrementen Bereits vor einem Jahr deckten Aktive in einer Schweinemast in Siegen-Oberschelden unhaltbare Zustände auf (lesen Sie hier die Details). Im Januar 2005 bot sich in der Mastanlage erneut ein nahezu unverändertes Bild. Nicht nur der Schweinemäster, sondern auch das Veterinäramt wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der zuständige Staatsanwalt beauftragte das beschuldigte Veterinäramt selbst erneut mit Kontrollen, welche wie erwartet die Zustände in der Schweinemast als [Zitat] „befriedigend“ einstuften. Die Anzeige wegen Tierquälerei gegen Schweinemäster und Veterinäramt wurde eingestellt.

Nun, ein Jahr nach der ersten Anzeige, belegen aktuelle Filmaufnahmen in der Panorama-Sendung: Die Zustände in der Schweinemast werden nicht besser, sondern eher schlimmer! Die Hessische Tierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin zeigte sich gegenüber PANORAMA entsetzt über die Zustände.

Verletzte Tiere in der Schweinemast Schweinemast: Tiere vegetieren in den eigenen Exkrementen vor sich hin, unzumutbare Gaskonzentrationen haben Erkrankungen der Schleimhäute zur Folge, viele Schweine husten, blutende offene Wunden, Schweine, die so stark verletzt sind, dass sie kaum aufstehen können, Tiere bleiben mit den Füßen in den ausgetretenen Spaltenböden stecken, angefressenen Ohren, abgestelltes Trinkwasser, unermessliches Leid wohin man schaut. Veterinärbehörden scheinen hilflos - flächendeckend.

Mai 2005: totes Schwein in der Mülltonne Für Animal Rights Watch hat die Tierqual in Schweinemastanlagen System. Zwei andere beliebig ausgewählte Schweinemastanlagen im PANORAMA-Beitrag und ganz ähnliche Zustände wie in der Siegener Schweinemast: Aktive deckten erst kürzlich das Leiden der Tiere in einer Mastanlage im Landkreis Gießen auf (lesen Sie hier die Details), auch in einer Odenwälder Mastanlage (Otzberg) ein vergleichbares Bild. Keine Einzelfälle, sondern Alltag in der so genannten „Nutztierhaltung“.

Verschließen Sie nicht die Augen: Dieser Skandal ist kein Einzelfall. Grundsätzliche Veränderung wird es nur geben, wenn jeder einzelne Tierfreund den Tieren zuliebe seine Ernährungsgewohnheiten ändert. Durch Anzeigen und verbesserte Gesetze können wir das Leid der Tiere lediglich lindern, abschaffen können nur Sie es! Nicht Bio-Tod, nicht Öko-Tod sondern unversehrtes Leben ist das, was den Tieren zusteht (lesen Sie mehr zum Thema unter Biowahrheit.de).

Melden Sie uns Zustände wie diesen. Wir gehen allen Meldungen nach besten Kräften nach. Unterstützen Sie uns mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit nicht möglich.

Mehr zum Thema: