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Arme Schweine: das Schnitzel aus der Tierfabrik

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Tierindustrie weiter auf Expansionskurs – Animal Rights Watch veröffentlicht Filmmaterial

Filmmaterial von Animal Rights Watch (ARIWA) aus Schweinezuchtbetrieben eines niederländischen Großinvestors in Deutschland wird vom NDR ausgestrahlt. In der Reihe „Reporter“ berichtet der NDR am 02. September 2011 um 21.15 Uhr in der 30-minütigen Reportage über die voranschreitende Industrialisierung und den Expansionskurs der Tierindustrie.

Immer mehr, immer größere Tierfabriken entstehen in ganz Deutschland. Eines der derzeit größten Bauvorhaben ist die Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern), in der jährlich 250.000 Ferkel produziert werden sollen. Die größte Schweinezuchtanlage Europas wird dort von dem Niederländer Straathof errichtet, der bereits mehrere umstrittene Zucht- und Mastanlagen in Ostdeutschland betreibt. Die Produktion einer Viertelmillion Ferkel pro Jahr wird den Bau neuer Mastanlagen in der Umgebung nach sich ziehen. Der neue Geflügelschlachthof in Wietze bei Celle ist ebenfalls ein Megaprojekt. Durch ihn entsteht ein wahrer Boom an Mastanlagen entlang der A7, dem „Hähnchenhighway“. Auch die geplante Mega-Schweinemastanlage in Haßleben für 68.000 Schweine des niederländischen Investors van Gennip sprengt jegliche Vorstellungskraft. Insbesondere im Nordosten der Republik siedeln sich die Tierfabrikanten an. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und im Norden von Sachsen-Anhalt fühlen sich diese Investoren besonders wohl.

Der Organisation Animal Rights Watch liegt aktuelles Filmmaterial aus Anlagen eines niederländischen Agroindustriellen vor, der im Osten Deutschlands mehrere Schweineanlagen betreibt und weitere baut. Die Aufnahmen sind tragender Bestandteil des NDR-Beitrags „Arme Schweine – Schnitzel aus der Tierfabrik“, der im September in der Reihe „Reporter“ ausgestrahlt wird. Die Aufnahmen zeigen die alltäglichen Grausamkeiten in diesen Anlagen und lassen ansatzweise vermuten, welches Leid die Tiere ertragen müssen.

4 Minuten aus Schweinezuchtanlagen eines Großindustriellen:

Rund eine Milliarde Euro Agrarsubventionen fließen jedes Jahr in die deutsche Schweine- und Geflügelindustrie. Für Futtermittel und neue Mastanlagen, aber auch als Exportsubvention. Eine Produktionssteigerung kann nur noch den Export ausweiten, da die inländische Nachfrage längst gesättigt ist. Ein besonders großer Markt entsteht derzeit  in China: mit dem Wohlstand wächst in der Volksrepublik die Nachfrage nach Fleisch. Trotz hoher Transportkosten lohnt sich der Export dorthin immer mehr. Selbst Klauen, Schwänze und Schnauzen finden dort frittiert als Snack reißenden Absatz. Gülle, Umweltverschmutzung und Tierleid bleiben derweil in Deutschland zurück.

Bürger vor Ort, Tier- und Naturschutzorganisationen wehren sich gegen die Erschaffung von immer mehr und immer größeren Anlagen. Viele dieser Menschen sehen im Biofleisch die Alternative. Doch auch Biofleisch ist keine Lösung: hier leiden die Tiere lediglich anders, sterben genauso unnötig und grausam und die Ökobilanz ist mitunter noch verheerender. Aus diesem Grund hat Animal Rights Watch (seinerzeit noch unter dem damaligen Vereinsnamen „die Tierfreunde e.V.“) das neue Internetportal Biowahrheit.de ins Leben gerufen. Dort finden Verbraucher Informationen und Videos zur Biotierhaltung - ohne verschönende Werbung und abseits von für die Presse vorbereiteten Stallungen.

Machen Sie bei dem Selbstbetrug „Biofleisch“ nicht mit. Das Effektivste, was Sie gegen Tierleid und Tierfabriken tun können, ist der Wechsel zu einer tier-, umwelt- und klimafreundliche veganen Lebensweise. Informationen für einen Umstieg finden Sie in unserem Ratgeberportal V-heft.de. Werden Sie selbst aktiv, klären Sie Ihr Umfeld auf und unterstützen Sie zusätzlich unsere wichtige Arbeit durch eine Spende oder dauerhaft durch eine Fördermitgliedschaft.

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