Massive Verstöße in riesiger Schweinezucht
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Massive Verstöße in weiterer riesiger Schweinezuchtanlage

Schweinezucht

16.12.2014: Wenige Tage nach Bekanntwerden des Tierhaltungsverbots gegen Adrianus Straathof zeigen aktuelle Aufnahmen aus einer der anderen gigantischen Schweineanlagen Deutschlands, dass das Problem der Tierqual in der deutschen Schweinezucht systematisch ist. Animal Rights Watch (ARIWA) veröffentlicht heute Bilder aus einer Schweineanlage im Brandenburger Spreewald, in der über 52.000 Schweine gehalten werden.

Die Aufnahmen belegen massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Insbesondere systematisch viel zu kleine Kastenstände und mangelnde Wasserversorgung bedeuten unvorstellbares Leid für die sensiblen Tiere. Dabei soll dieser Betrieb derzeit sogar noch erweitert werden. Frontal21 berichtet heute.

Die Industrieanlage im idyllischen Spreewald ist eine der verbliebenen riesigen Schweinehaltungen aus DDR-Zeiten. ARIWA hat aufgrund der veröffentlichten Zustände Anzeige gegen die beiden Geschäftsführer erstattet. Diese haben eine Vergrößerung ihrer Anlage um weitere 15.000 Plätze beantragt, über die das brandenburgische Landesumweltamt in Kürze entscheiden soll. Statt ihre Anlage den seit vielen Jahren geltenden gesetzlichen Vorschriften anzupassen, haben sie ungerührt ihre Sauen weiter in körperengen Käfigen gehalten und wollen jetzt sogar noch erweitern. Wir haben deswegen diesen Montag Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet und verlangen von den Behörden eine sofortige Stilllegung, zumindest aber eine Teilstilllegung des Betriebs.

Schweinezucht

Die Anlage ist in etwa baugleich mit den Skandal-Schweinehaltungen in Sandbeiendorf und Großkayna (beide Sachsen-Anhalt) sowie Thiemendorf in Thüringen, und es finden sich auch ähnlich katastrophale und ordnungswidrige Zustände darin. Nicht einmal die Größten der Branche mit ihren offensichtlich problematischen veralteten DDR-Haltungen werden so kontrolliert, dass sie sich wenigstens an die geringen Tierschutzgesetze halten. Das zeigt für uns deutlich, dass der Fehler im System liegt. Wenn Tiere als Wirtschaftsgut, als Ware betrachtet werden, spielen ihre eigenen Interessen keine Rolle mehr. Massenhaftes Leid ist die logische Folge. Wir machen uns als Gesellschaft etwas vor, wenn wir glauben, dass das Problem durch Berufsverbote für Einzelpersonen wie Straathof gelöst werden kann.

ARIWA empfiehlt deshalb eine grundsätzliche Abkehr von der „Nutztier"-Haltung und einen gesellschaftlichen Strukturwandel hin zum bio-veganen Landbau und zu einer veganen Lebensweise.

Bilder aus der Anlage von November 2014:

Schweinezucht mit engen Kastenständen kaum Bewegungsmöglichkeiten im Kastenstand unendliche Reihen mit Schweinen in Kastenständen
das "Beschäftigungsmaterial" im Kastenstand: ein Kunststoffring Sauen im Kasetnstand Sau im Kastenstand
Eine Aktivistin im Stall ein erdrücktes Ferkel trotz angeblichem "Ferkelschutzkorb" die Kadavertonne
verletzte Tiere Sau im Kastenstand mit Grabmilbenbefall Schwein im Mastbereich mit Nabelbruch
Sau mit Garbmilbenbefall sterbendes Ferkel Verletzung durch Kastenstand

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