Protestaktion gegen Gewalt an Tieren
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Protestaktion gegen Gewalt an Tieren

Protest gegen Gewalt an Tieren Animal Rights Watch filmt Umgang mit Tieren bei Tiertransporten und "besetzt" Verladestation. 1. Oktober ist Weltvegetariertag!

Niedersachsen, 29.09.2008: 25 Aktivisten der bundesweit tätigen Organisation Animal Rights Watch (vormals „die Tierfreunde e.V.“) starteten heute eine Aktion vor einer Tierverladestation in Niedersachsen. Auf einer überdimensionalen Leinwand wurden dabei Szenen gezeigt,  auf denen zu sehen ist, wie in diesem Betrieb mit Stöcken auf die Köpfe von Rindern einschlagen wird. Die Aufnahmen wurden zuvor mit versteckter Kamera erstellt.

Aktion Bereits im Juni hatte Kathrin H. Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Stade wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegen Unbekannt erstattet. Die Frau und ihr Lebensgefährte waren einem Tiertransporter mit verletzten Schweinen bis zur Tierverladestation gefolgt. Dort mussten sie mit ansehen, wie die verletzten Tiere mit Tritten und Stockhieben vom LKW getrieben wurden. Durch die herbeigerufene Polizei wurde zwar eine Anzeige aufgenommen, das Verfahren jedoch Ende Juli durch die Staatsanwaltschaft Stade mit der Begründung eingestellt, dass derartige Verletzungen bei Tiertransporten normal seien und weitere Straftaten nicht vorlägen.

Kuh um Tiertransporter Daraufhin wandte sich Kathrin H. an Animal Rights Watch, deren Aktive im August eine versteckte Kamera am Dach eines Nebengebäudes der Verladestation installierten und so den Betrieb einige Tage überwachten. Die Aufnahmen brachten schwere Misshandlungen an den Tieren zutage. Die verängstigten Tiere wurden durch Stockschläge ins Gesicht, auf den Kopf und auf den übrigen Körper mit steigender Brutalität auf die LKW getrieben.

Kamerateam und Jürgen Foß bei der Aktion vor der Verladestation Ein Team von RTL begleite die Aktion von Animal Rights Watch vor der Verladestation. Ein Verantwortlicher der Geschäftsleitung äußerte sich dahingehend, dass solche Bilder bei dem Umgang mit den Tieren, insbesondere mit Bullen, nicht vermeidbar wären. So etwas könne schon alle 1 oder 2 Tage mal passieren und wäre unvermeidbar.


Jeder mag sich selbst ein Bild anhand der Filmaufnahmen machen, was es für die Tiere bedeutet, diesen Alltag in der Tierindustrie erfahren zu müssen:


Animal Rights Watch erstattet vor Ort zwar bei der Polizei unmittelbar erneut Anzeige. Jürgen Foß, Vorsitzender des Vereins, ist aber weiterhin skeptisch: „Die tägliche Gewalt an Tieren wird in der Tierindustrie hingenommen. Niemand ahndet sie, keiner will sie sehen.“ Der Tierrechtler und Diplom-Physiker spielt damit auf Anzeigen bei Justiz und Veterinärbehörden an, die regelmäßig in solchen Fällen eingestellt werden. Daher sei auch insbesondere der Verbraucher gefragt. Die Organisation weist in diesem Zusammenhang auf den bevorstehenden Weltvegetariertag am 1. Oktober hin. Ein internationaler Aktionstag, der 1977 am Welt-Vegetarier-Kongress in Schottland eingeführt wurde, um die vegetarische Lebensweise bekannter zu machen. „Wer keine Gewalt an Tieren möchte, muss sich an dem System ja nicht beteiligen“, so Foß abschließend.

Nandu-Aktion Am Rande der Aktion wurde auch künstlerisch das Handeln der Menschen hinterfragt: Aktivisten des befreundeten Netzwerks "Nandu" (www.nandu.net) stellten Außerirdische dar, die sich über Bigotterie auf der Erde wundern. „Kühe sind hier scheints zum Essen da und dürfen geschlagen und erstochen werden, während Katzen selbstverständlich nicht als ‚zum Essen da’ definiert werden“, so die „Außerirdischen“ zu den Erdlingen. Die „Außerirdischen“ veranschaulichten brutal an ihren mitgebrachten „Katzen“ (aus Plüsch) und „Kühen“ (andere AktivistInnen), was auf ihrem Planeten in aller Öffentlichkeit geschehe, auf der Erde jedoch nur hinter den Mauern der Tieranlangen milliardenfach erlaubt sei: das Verstümmeln, Prügeln und Töten fühlender und um ihr Leben kämpfender Wesen.

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