Mit Alien und Keksen für die vegane Lebensweise
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Mit Alien und Keksen für die vegane Lebensweise

Vegan-Demo Huhn_Bielefeld Am Samstag, den 18. Februar 2017, versammelten sich zwischen 13:00 und 16:00 mehr als 40 Menschen in der Bahnhofstraße in Bielefeld. Kostümiert oder mit Aufsehen erregenden Aufbauten veranschaulichten sie die vielfältigen Gründe für eine vegane Lebensweise – von gesundheitlicher Prävention bis zum Schutz der Lebensgrundlagen auf der Erde. Ein Großteil der Teilnehmenden ist allerdings durch tierethische Gründe motiviert. Sie möchten das Recht auf Freiheit für alle, lehnen es ab, „in der Haut der Toten zu stecken" oder streben danach, Kükenschreddern und Kälberraub zu beenden, die standardmäßig mit der Produktion von Ei und Milch einhergehen.

Vegandemo Bi Klima Die drei Affen, die „nicht sehen", „nicht hören" und „nichts sagen" stehen zusammen in der Fußgängerzone. Laut ihren Plakaten haben sie aber aufgehört „nichts zu sehen" oder „nichts zu hören". Sie entscheiden sich deshalb für eine vegane Lebensweise. Neben ihnen steht ein weiterer Aktivist, verkleidet als grünes Alien. „Ich lebe vegan, weil ich auch nicht von jemandem ausgebeutet werden möchte, der sich für höherwertig hält" steht auf dem Schild, das er hält. Unter dem Kostüm steckt Student Simon Anhut von Animal Rights Watch, der die Aktion organisiert hat. Es ist die 26. Vegan Demo des Vereins seit Sommer 2016, die fünfte in Ostwestfalen-Lippe, die zweite in Bielefeld.

Vegan-Demo justizia „Es ist schön zu sehen, dass unsere persönlichen Botschaften Menschen zum Nachdenken bewegen", erklärt Anhut, der trotz Ganzkörperkostüm von Passantinnen angesprochen wird. Eine umarmt ihn spontan, weil sie die Aussage auf dem Plakat überzeugt. Noch mehr freut es ihn, als sich eine neue Teilnehmerin kurzentschlossen dazugesellt und auf ihr Schild schreibt: „Ich lebe vegan – ab heute!" „Als Einladung eben dazu versteht sich unsere Veranstaltung", meint Anhut. „Vegan ist für viele Menschen erst einmal fremd – wie von einem anderen Planeten. Aber wer bei der Massentötung von Tieren, Qualzuchten für tägliche Eier und enorme Milchmengen, Tierkindern im Müll, zunehmend leeren Ozeanen, brennenden Regenwäldern, Artensterben, Welthunger und Wasserknappheit, multiresistenten Keimen, ausufernden Zivilisationskrankheiten oder Seuchen aus den Ställen nicht wegsehen will, kommt nicht umhin, sich damit zu befassen. Wir freuen uns über jeden, der seine Abwehrmechanismen überwindet und offen an das Thema herangeht.

Vegandemo Bi Fisch So offen sind nicht alle. „Ich lebe nicht vegan", sagt ein Passant im Vorbeigehen nur. Im Gegensatz zu den Schildern der Teilnehmenden folgt bei ihm jedoch kein Grund. „Weil es keine sinnvollen Gründe gegen eine vegane Lebensweise gibt", vermutet Deniz Defman, auf dessen Schild eben das als Grund steht, warum er vegan lebt. Bevor der junge DJ abends zur Arbeit geht, ist auch er noch zur Demonstration gekommen. Die Bielefelder Hochschulgruppe VENGA, der er angehört, unterstützt die Aktion. „Die Gründe, nicht vegan zu leben, sind meist nur Bequemlichkeit und Vorurteile, etwa was den Geschmack veganer Alternativen angeht", ist er überzeugt.

Vegandemo Bi Gruppenbild Ende Mit diesen Vorurteilen räumen die Veganer/innen auf. Nicht nur gibt es am Stand des veganen Bistros Vegonas leckere Burger, eine Aktivistin hat sogar auf ihrem Schild als Grund angegeben „weil es schmeckt". Zur Unterstreichung hat sie vegane Kekse mitgebracht. Skeptische Passant/innen dürfen selbst davon probieren. Davon machen viele Gebrauch. Alle sind positiv überrascht. Am Ende sind sämtliche Kekspackungen leer.

Vegandemo Bi Schwein Wer sich für eine vegane Lebensweise interessiert, findet im Internet zahlreiche Hintergrund- und Rezeptseiten, sowie Plattformen zum Austausch. ARIWA bietet zum Beispiel den Service Vegan Buddy an, über den Menschen in der eigenen Region gefunden werden können, die gern beim Umstieg auf eine vegane Lebensweise unterstützen, falls gewünscht. Das große Interesse werten die Veranstalter als Erfolg. Weitere „Vegan Demos" sind deutschlandweit bereits in Planung.

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