Ende der Fischerei Protest 2018
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Aktuell

Große Protestaktion in Hamburg und deutschlandweit

Deutliche Botschaft zum Welttag für das Ende der Fischerei

end-of-fishing-2018-ariwa 25.03.2018: Zum ersten Mal wurde der Welttag für das Ende der Fischerei in Hamburg begangen. Der Aktionstag findet seit 2017 jährlich statt, Organisationen auf fünf Kontinenten beteiligen sich mit Protestveranstaltungen. In Hamburg hatte Animal Rights Watch zur Demo zu Land und Wasser aufgerufen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Peta 2, tierretter.de und das Deutsche Tierschutzbüro beteiligten sich an der Aktion, ebenso wie rund 80 Privatpersonen.

Mit einer Vielzahl bunter Protestschilder, Fischmasken und einem Flashmob im kalten Alsterwasser wollen die Tierrechtsaktiven aufzeigen, wie ähnlich Fische dem Menschen sind, wenn es um Bewusstsein, Schmerzempfinden, komplexe Denkleistungen und Sozialgefüge geht – und wie extrem der menschliche Fischkonsum sich auf Billionen dieser fühlenden Wesen auswirkt.

end-of-fishing-2018 „Wir fordern das Ende der Fischerei, weil sie das Leben in der Wiege des Lebens auslöscht", so Simon Anhut, der bei ARIWA für die deutschlandweite Koordination der Welt-Kampagne „Ein neuer Blick auf Fische" zuständig ist, in seinem Redebeitrag. Während er spricht, springen 10 Aktive an der Reesendammbrücke ins Wasser, schwimmen auf die Binnenalster hinaus und halten Buchstaben hoch, aus denen sich die Forderung „End Fishing" ergibt.

end-of-fishing-gruppe

Bei der Kampagne geht allerdings nicht nur darum, die Fischerei zu beenden und die Leerfischung der Ozeane aufzuhalten. Wir fordern auch grundlegende Rechte für die Tiere, also auch die Beendigung der Fischzucht, die entgegen aller Werbeversprechen keineswegs eine nachhaltige, geschweige denn tierfreundliche Alternative zum Fischfang darstellt.

meerjungfrau Hamburg Die Aktion wirbt für eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung – es wird veganes Sushi angeboten. Dass es nicht um Verzicht geht, sondern darum, die Freude am Leben zu teilen, indem man sie auch fremden Lebewesen zugesteht, unterstreichen die mit Begeisterung aufgenommene Live-Musik der Hamburger Sängerin Cate Evans und ebenso gern angenommene Schminkangebote für Kinder. Überhaupt stößt die Aktion auf großes Interesse.

cate evens In vielen lebhaften Diskussionen wird mancher immer als „normal" erachtete und daher nicht hinterfragte Standpunkt reflektiert. Eine als Meerjungfrau verkleidete Aktivistin stellt die Frage, was den relevanten Unterschied zwischen Menschen und Fischen ausmache, der die Tötung der einen verurteilen und die der anderen legitim erscheinen lässt.

Jedes Jahr werden hundertmal so viele Fische getötet, wie Menschen auf der Erde leben. Dabei handelt es sich bei jedem Einzelnen um ein empfindsames Wesen mit erstaunlichen Fähigkeiten. Die Wissenschaft hat dazu in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Erkenntnisse erbracht, bis hin zur Dokumentation von Werkzeuggebrauch und komplexer Zukunftsplanung bei Fischen. Es ist tragisch, dass es überhaupt erst oft grausamer Experimente bedarf, damit wir unseren Blick auf Fische ändern. Aber eben dafür ist höchste Zeit – ist doch die völlige Vernichtung allen Fisch-Lebens in den Ozeanen eine erschreckend realistische Perspektive, die schon in 30 Jahren Wahrheit sein kann.

ariwa göttingen Die Veranstaltung in Hamburg war eine von fünf ARIWA-Aktionen, die zum Welttag in allen Teilen des Landes stattfanden. In Aalen wurde ein öffentliches Quiz veranstaltet, das spielerisch Wissen über Fische vermittelte, in Göttingen präsentierte die etwas andere "Angel-Gruppe" Fakten gegen Fischfang an den Angelhaken, in Chemnitz mahnten Aktive mit Protestschildern und Fischmasken in Netze verstrickt und in Bielefeld wurde eine Meerjungfrau aus einem solchen Netz befreit, als genug Menschen ihre Zusage gaben, in Zukunft keine Fische mehr zu essen oder gar vegan zu leben, und dafür eine Masche des Netzes durchtrennen durften.

ariwa Bielefeld Wir danken allen Aktivist/innen für ihren tollen Einsatz und auch dass die Aufklärung zum Thema Fische immer mehr an Fahrt aufnimmt. So gab es weltweit an die 80 Aktionen, wovon ein Viertel in Deutschland stattfanden.




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