Proteste zur Hauptversammlung der Kreisjägerschaft
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Proteste zur Hauptversammlung der Kreisjägerschaft

Protest gegen Kreisjägerschaft Kreuztal, 18.04.2005: Der Verein Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) nahm die am Samstag stattfindende Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft zum Anlass, um mit 20 Aktiven gegen die Jagd zu protestieren. Die Jagd dient ausschließlich einem blutigen Zweck: der Tötung der Tiere zum Vorteil und zur Freizeitbeschäftigung des Jägers. Mehr noch: Die Jagd selbst und auch die Fütterung durch Jäger sind die Gründe für Populationsverschiebungen und Wildschäden.

Fast 30.000 Tonnen Futtermais wird allein für Wildschweine durch die Jäger jährlich ausgebracht. Der Wald für die Jäger nichts anderes als eine große Freilandhaltung, in welcher die Tiere gemästet werden um sie ‚ernten’ zu können und vermeintliche Feinde aus dem Weg geschossen werden.

totes Reh Etwa 5 Millionen Tiere fallen den Jäger jährlich in deutschen Wäldern zum Opfer; darunter auch etwa 350.000 Katzen und Hunde. Das soll nach dem am Samstag bekräftigtem Willen der Jäger auch so bleiben. Zudem sprachen sie sich für die Erhaltung der Fallenjagd aus, die unvermeidbar mit lang anhaltenden Qualen für die Tiere einhergeht, da Tiere dabei einem mitunter tagelangem Todeskampf durchleiden müssen.

Die Jahreshauptversammlung der Grünröcke war nichts anderes als Verherrlichung von Gewalt - Märchen vom hegenden Naturschützer und fehlenden Beutegreifern nichts weiter als Scheinargumente. Es ist erschreckend, wie wenig Hintergrundwissen der einzelne Jäger über die biologischen Zusammenhänge hat. Die Jagd existiert nur deshalb, da sie durch einflussreiche Lobbyisten und Politiker protegiert wird. Da sind auch Lokalpolitiker wie der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Paul Breuer, die Grußworte für Jäger sprechen, keine Ausnahme. Landrat Breuer (CDU; wollte eigentlich einmal Verteidigungsminister werden) erhielt im Vorfeld ein Schreiben von Animal Rights Watch, in welchem auf den Widersinn der Jagd ausgiebig hingewiesen wurde. Trotzdem protegierte er in seinem Grußwort auf der Hauptversammlung die Jäger. Von sachlicher Auseinandersetzung mit den Jagdgegnern keine Spur; Polemik war das, was die anwesende Meute hören wollte.

Auf Seiten der Kreisjägerschaft geht man noch weiter: Im Internetauftritt der Jäger werden Unwahrheiten verbreitet:
[Zitat] „Angemeldet worden war allerdings eine Demonstration mit 200 Teilnehmern“, heißt es dort – ein glatte Lüge der Jäger, da von vorneherein nicht mehr Teilnehmer geplant oder angemeldet waren als erschienen sind (gemäß schriftlicher Anmeldung: "ca. 25 Teilnehmer").
Hier scheint sich die Jägerschaft dann doch ein wenig zu wichtig zu nehmen.

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