NABU ruft zum Bambi-Mord auf
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NABU ruft zum Bambi-Mord auf

totesreh_d_hp Berlin - Siegen, 30.04.2006: Anlässlich des Kinostarts von ‚Bambi II’ ruft der Naturschutzbund NABU in einer Pressemitteilung bundesweit zur „effizienten Jagd“ auf Rehe und Hirsche auf. Begründung: Es gäbe zu viele Rehe und der der Wald würde durch diese Tiere geschädigt. Die bundesweit agierende Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) sieht darin einen Aufruf zum flächendeckenden Bambi-Mord. Die Realität: Rehe sind Waldrandbewohner, die friedlich auf den Lichtungen äsen, wenn man sie ließe. Stattdessen werden sie durch den Jagddruck in den Wald getrieben, wo man sie als Waldrandbewohner kaum antreffen dürfte. Zudem kann die Population einer Art nur unwesentlich von Beutegreifern, in diesem Falle den Jägern, beeinflusst werden, da Verluste sofort durch erhöhte Geburtenraten ausgeglichen werden. Je mehr geschossen wird, desto mehr Jungtiere gibt es. Die Populationen sind vielmehr von der so genannten Umweltkapazität wie Futter, Platz und Wettereinflüssen abhängig. Erwiesen ist schon lange, dass die Jagd nicht notwendig ist, sondern ausschließlich der „nachhaltigen Nutzung“ – also der Tötung der Tiere zum Vorteil des Jägers dient. Mehr noch: Die Jagd selbst ist der Grund für Populationsverschiebungen und Wildschäden.

rehkopf_3_hp Der Vorsitzende von Animal Rights Watch, Jürgen Foß, meint: „Der Wald ist für die Jäger nichts anderes als eine große Freilandhaltung, in welcher die Tiere gemästet werden, um sie ‚ernten’ zu können und vermeintliche Feinde aus dem Weg geschossen werden“. Insbesondere Rehe erleiden oftmals einen langen qualvollen Tod, weil viele Schüsse „daneben“ gehen und die Tiere sich angeschossen tage- oder gar wochenlang durch den Wald schleppen, bis sie unter qualvollen Schmerzen verenden. Fünf Millionen Tiere werden jährlich in deutschen Wäldern hingerichtet; völlig sinnlos und ökologisch verhängnisvoll.

Dass sich auch Jäger als vermeintliche Naturschützer im NABU engagieren ist nicht neu. Animal Rights Watch vertritt hingegen eine klare Haltung: Die Jäger gehören aus dem Wald gejagt, damit der Wald sich erholen kann, die Wildschäden abnehmen, die Populationen nicht weiter durcheinander gebracht werden und das sinnlose Töten ein Ende hat. „Das muss die Botschaft zum Kinostart von ‚Bambi II’ sein, statt zum sinnlosen Massenmord aufzurufen“, so Jürgen Foß. Der Tierrechtler abschließend: „Einen Film, der Respekt und Liebe vermitteln möchte, zum Aufruf für Gewalt und Tiermord zu missbrauchen, hat mit Natur-, Tier- oder Artenschutz nichts zu tun“.

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