Welthungerdemo 2013
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Aktuell

Sag Nein zu Milch

Nürnberg setzt Zeichen gegen Welthunger

welthungerdemo 2013 bild1 Am Samstag, den 19. Oktober stand der Platz vor der Nürnberger Lorenzkirche im Zeichen des Protests gegen die weltweite Hungerkrise. Von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr informierten Tierschutz- und Umweltschutzorganisationen anlässlich des Welternährungstages über die Ursachen der Nahrungsmittelknappheit und zeigten Lösungswege auf. Veranstaltet wurde die „Welthungerdemo“ mit Kundgebungen, Verkostung und Musikprogramm von Animal Rights Watch e. V. (ARIWA).

Nach offiziellen UN-Statistiken hungern weltweit rund eine Milliarde Menschen, 90.000.000 Kinder unter 5 Jahren sind stark mangelernährt. Jede Minute sterben zwölf Kinder an Unterernährung. Die Ursachen für den Welthunger sind vielfältig: Kriege, Klimawandel, Landgrabbing sowie die Verwendung pflanzlicher Nahrungsmittel als Energieträger und vor allem als Futtermittel.

welthungerdemo 2013 bild2 Fleisch ist der Lebensmittelverschwender Nummer eins. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Beim Rind zum Beispiel bleiben deutlich über 90 Prozent der Nahrungsenergie auf der Strecke. Statt in Nahrung für Menschen verwandelt die Fleischproduktion so jedes Jahr hunderte Millionen Tonnen an Getreide in Gülle. Würde dieses Getreide direkt für die menschliche Ernährung genutzt, könnten davon um ein Vielfaches mehr Menschen leben – und überleben.

Längst bekannt ist auch, dass die Viehwirtschaft zu rund 20% für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wird, mehr als der gesamte weltweite Verkehr. Während aber im Energiebereich auf Einsparung und erneuerbare Ressourcen gesetzt wird, steigt die Produktion von Tierprodukten weltweit immer weiter. Allein für ein Kilogramm Rindfleisch werden im Schnitt rund 50 Quadratmeter Regenwald vernichtet.

Politik und Bürger sind gefordert

welthungerdemo 2013 bild3 Es liegt in der Macht des Verbrauchers, diesen Missständen zu begegnen: Durch die Abkehr von Fleisch und Milchprodukten, hin zu pflanzlicher Nahrung, kann jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Welternährungssituation, des Klimaschutzes und des Tierschutzes leisten. Ein Weg, den heute bereits immer mehr Menschen gehen. Zugleich richteten die Veranstalter wie schon im Vorjahr ihre Forderung an die Politik, auf einen grundsätzlichen Wandel hinzuwirken. Insbesondere gilt es die Subventionierung der Fleisch- und Milchindustrie mit ihren schädlichen Folgen zu beenden.

Ablauf der Veranstaltung

welthungerdemo 2013 bild4 Von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr informierten am 19. Oktober vor der Lorenzkirche mehrere Organisationen über die Zusammenhänge zwischen Welternährungssituation, Klimawandel und Tierhaltung: ARIWA, die Vebu-Regionalgruppe Nürnberg, Menschen für Tierrechte Nürnberg, die Tierrechtsinitiative Augsburg und Animal Peace. Vegane Kostproben und Vegan Guides waren beim Publikum sehr gefragt. Um 12.00 Uhr begann die erste Kundgebung. Das vielseitige Programm umfasste außerdem Beiträge des Klimaexperten Dr. Kurt Schmidinger (Wien). Große Attraktion war Singer/Songwriterin Nadine Fingerhut, die mit großartiger Stimme und kritisch-nachdenklichen Texten zum Thema die Besucher erreicht hat (www.nadine-fingerhut.de)

Fotos von der Welthungerdemo 2013 gibt es hier: https://sharegallery.strato.com/u/POKr-AuJ/ZaM460IU

Mehr Informationen: http://www.welthungerdemo.de