Gedanken zum Weltvegantag 2014
Animal Rights Watch auf Twitter Animal Rights Watch auf Facebook Zum YouTube-Kanal

Aktuell

Was können wir tun?

Infostand - Aktiv für die Tiere Seit mehr als 10 Jahren deckt Animal Rights Watch immer wieder die untragbaren Zustände in deutschen Tieranlagen auf. Die Bilder verdeutlichen jedes Mal aufs Neue, dass das Leid der sogenannten Nutztiere unermesslich groß ist. Egal ob Schweine, Hühner, Kühe oder andere Tiere: Ihre Nutzung für den Menschen läuft immer gewaltsam ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen zuwider. Sie werden eingesperrt, zwangsgeschwängert, von ihren Kindern und Eltern getrennt und am Ende ihres kurzen Lebens sterben sie einen brutalen Tod. Die gesamte Praxis der Tierhaltung missachtet die elementarsten Bedürfnisse von Abermillionen fühlenden Individuen und widerspricht unseren heutigen gesellschaftlichen Werten. Viele Menschen fragen uns, was sie tun können, um an diesem unerträglichen Zustand etwas zu ändern.

Politik und Wirtschaft haben kein Interesse daran, diese allgegenwärtige Tierquälerei zu beenden. Die möglichst billige Produktion in unserem Wirtschaftssystem geht immer auf Kosten der Tiere – egal ob konventionell oder bio. Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten. Eine riesige Industrie macht ihre Profite damit, uns etwas anderes zu erzählen. Gerade deshalb liegt es in unserer gemeinsamen Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Bilder, wie sie ARIWA immer wieder veröffentlicht, möglichst bald der Vergangenheit angehören. Dazu können wir alle unseren Beitrag leisten.

Wir können bei uns selbst anfangen: Lassen wir Produkte tierischen Ursprungs in Zukunft einfach im Regal stehen und ernähren uns lecker vegan. Allein dadurch werden wir die Ausbeutung der Tiere jedoch nicht beenden. Trotz einer steigenden Zahl vegan lebender Menschen und leicht sinkendem Pro-Kopf-Fleischverzehr in Deutschland werden auch hierzulande immer neue Tieranlagen gebaut. Die Fleisch-, Milch- und Eier-Industrie setzt einfach vermehrt auf Exporte und sorgt somit für den steigenden globalen Konsum.

Infostand Deshalb sollten wir noch mehr tun: Geben wir laut und deutlich zu verstehen, dass wir Tierausbeutung nicht länger hinnehmen. Jede und jeder kann da, wo er oder sie lebt und arbeitet, ganz individuell aktiv werden. Sei es mit den NachbarInnen reden, Bürgerinitiativen gegen geplante Mastanlagen gründen, die eigene Kantine umkrempeln, gemeinsam biovegan gärtnern, in sozialen Netzwerken andere Menschen aufklären, mit befreundeten LandwirtInnen sprechen, ein wirtschaftskritisches Buch lesen, die Bundestagsabgeordneten in die Pflicht nehmen, sich gegenseitig Brotaufstriche schenken, ein Straßentheater in der Fußgängerzone aufführen, FreundInnen zum veganen Kuchen einladen und dabei von einer besseren Welt träumen, Projekte solidarischer pflanzlicher Landwirtschaft (CSA) anstoßen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bei ARIWA sind wir überzeugt: Wenn wir alle an vielen kleinen Stellen jeweils das zum Wandel beitragen, was uns besonders liegt, können wir die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unseren heutigen Werten von Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit anpassen. Nehmen wir wieder ernst, dass wir in einer Demokratie leben, und sorgen wir zusammen dafür, dass dieses sinnlose Leiden ein Ende findet.