Erfahrungsbericht Gottfried und Lucas
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Erfahrungsbericht "Gottfried und Lucas"

Gottfried und Lucas 1. Wie heißt Ihr Hund, wie alt ist er, welches Geschlecht hat er, welcher Rasse oder Mischung gehört er an, seit wann lebt er bei Ihnen und woher haben sie ihn?

Wir haben zwei Hunde-Brüder, die wir nach Mokwai´s Tod aufgenommen haben. Sie wurden von den „Tierschutzengeln“ als Welpen aus Spanien gerettet und waren von Anfang an unzertrennlich. Es handelt sich um zwei Schäfer-Basset-Mischlinge, geboren ca. Juni 2005, seit Mai 2006 leben sie bei uns. Die Namen der beiden Hobbits lauten: „Herr Dr. Gottfried“ und „Lucas“.

2. Seit wann füttern Sie Ihren Hund vegetarisch? Was füttern Sie und was haben Sie vor der Futterumstellung gefüttert?

Seit Herr Dr. Gottfried und Lucas bei uns leben, werden sie vegan ernährt. Sie bekommen fast jeden Tag frisch zubereitete Nahrung, nur ab und an verwenden wir reines Trockenfutter. Basis sind z. B. Nudeln, Reis, gekochter Hafer oder Kartoffeln. Ergänzt wird dann vielfältig, mal Sauerkraut, Tomaten, mal angedünstetes Gemüse usw. Linsen genießen sie auch, sie klauen mir sogar meine rohen Kohlrabistückchen und mögen sogar Birnen! Zum „Strecken“ gibt es entweder Soja-Schnetzel oder eine kleine Dose Nassfutter. Als Zusatz noch „Vegedog“.

3. Gab es Schwierigkeiten wie Akzeptanzprobleme bei der Futterumstellung? Wenn ja, wie haben Sie dieses Problem gelöst?

Ich glaube, zu Beginn waren die Hunde etwas zurückhaltender, weil das Essen einfach anders roch (nicht nach all den Geschmacksverstärkern wie in der herkömmlichen Nahrung), aber sie haben sich schon in kürzester Zeit daran gewöhnt. Es vergeht mittlerweile kein Tag, an dem die Teller nicht blitzblank geleckt sind – es ist herrlich zu sehen, wie sie sich auf ihr Essen freuen. Und ganz ehrlich: es riecht so lecker, dass man es am liebsten selbst verputzen würde!

4. Warum füttern Sie Ihren Hund vegetarisch und wie sind Sie an Informationen zur vegetarischen Fütterung gekommen?

(Siehe Erfahrungsbericht zu "Mokwai" – ich hörte davon, war neugierig, las mich ein und war für das Thema von Anfang an offen. Bereut haben wir es übrigens nie!)

5. Wie ist der Gesundheitszustand Ihres Hundes? Ist er heute öfter oder seltener krank als vorher? Ist Ihnen irgendetwas ganz besonders aufgefallen?

Die beiden sind topfit. „Herr Dr. Gottfried“ kam mit akuter Leishmaniose zu uns, muss leider auch täglich zwei Tabletten einnehmen, um einen weiteren Ausbruch zu verhindern. Doch die Leishmaniose war als solches nach kurzer Zeit nicht mehr im Blut nachweisbar. Kommentar unserer Tierärztin bei der letzten Blutabnahme: „Frau Schreiber, Ihr Hund ist kerngesund!“ Da unsere Hunde einen unglücklichen Körperbau haben (großer Körper, kurze, stämmige Beinchen) müssen wir irgendwann eher mit Gelenkproblemen rechnen. Wir versuchen, dem mit reinem Teufelskralle-Pulver entgegenzuwirken.

6. Falls Sie veg. Fertigfutter füttern, welches genau und woher beziehen Sie es?

Viele Bio-Läden führen entweder bereits vegetarische Fertignahrung oder bestellen diese gerne, wenn man darum bittet (der Zulieferer der meisten Läden, DENREE, hat Veggie-Futter im Sortiment). Neuerdings beziehen wir unser Trocken- und auch Nassfutter von www.futterservice-fulda.de, der rein vegetarische Hunde- und Katzennahrung führt!

7. Wie sind die Reaktionen von außen auf Ihren vegetarischen Hund?

Die meisten Leute haben zwar noch nie davon gehört, haben sich noch nie mit dem Thema befasst – aber eine der häufigsten Reaktionen: „Das ist Tierquälerei“. Und das von Leuten, die in der Regel tierische Produkte konsumieren (meist auch noch aus tierquälerischer Massentierhaltung), tierversuchsbelastete Mittel verwenden und auch ansonsten kaum durch ethisches Handeln glänzen. Vegane Ernährung eines Hundes ist genauso wenig artgerecht wie Halsbänder, Hundekörbchen und Dosenfraß. Unsere Tierärztin ist übrigens mit den beiden hochzufrieden (sie befürwortet unseren Weg sogar!).

8. Ernähren Sie sich selbst vegetarisch oder vegan?

Mein Lebensgefährte und ich leben vegan.

9. Falls Sie für Ihren Hund selber kochen, würden Sie uns seine Lieblingsrezepte für sein Futter oder Leckerchen wie Hundkekse verraten?

Oh je, es gibt zu viele und sie essen einfach alles, was wir ihnen zubereiten. Die letzte Kreation war, glaube ich, Nudeln mit gedünstetem Sauerkraut, einer kleinen Dose Nassfutter und noch irgendein Kleinkram. Generell zum „Einsteigen“ geeignet, wie ich finde: Nudeln, Möhren/Erbsen aus der Dose, etwas Tomatensauce, vielleicht noch ein paar Champignons, Leinöl – das geht schnell und schmeckt unseren Beiden. Sie mögen übrigens auch Hasen- oder Pferde-Cracker und Knäcke-Brot!