Veg. Hundeernährung Faq
Animal Rights Watch auf Twitter Animal Rights Watch auf Facebook Zum YouTube-Kanal

Aktuell

Sag Nein zu Milch

Häufig gestellte Fragen zur veganen Fütterung

Oftmals erreichen uns Anfragen bezüglich der veganen Fütterung. An dieser Stelle möchten wir auf häufig gestellte Fragen eingehen:


1. FRAGE:
Der Hund stammt vom Wolf ab. Ist eine artgerechte Ernährung daher nur mit Fleisch möglich?

ANTWORT: Bei einem Hund handelt es sich um die domestizierte Form des Wolfes. Hunde werden bereits sehr lange (schon fast immer) nicht wie der Wolf ernährt.
Hunde werden heutzutage größtenteils mit Fertigfutter gefüttert, welches alles andere als artgerecht für einen Wolf ist. Auch der Wolf ist kein Freund von Fischmehl und Konservierungsstoffen aus der Dose. Wollten Sie Ihren Hund artgerecht im Sinne von artgerecht für einen Wolf ernähren, müssten Sie ihm alle paar Tage ein totes Reh vor die Füße werfen, eigentlich müsste er es noch selbst erlegen. Hunde können ihre Abstammung bezüglich ihrer Verhaltensweisen nicht leugnen, Verhaltensregeln des Wolfes auf den Hund zu übertragen ist daher auch äußerst sinnvoll. Die "Verhätschelung" des Hundes lehnen auch wir strikt ab. Einen Hund in allen Dingen unbedingt auf den Wolf zu bringen, ist allerdings falsch. Einem Wolf bringt man weder Leinenführigkeit bei, noch geht man mit ihm in die Hundeschule, in die Stadt oder fährt mit ihm in den Urlaub. Wir denken, dass eine Tiernahrung die schmeckt und das Tier geistig und körperlich gesund und fit hält, artgerecht ist.

 
2. FRAGE:
Was Ihr da macht entspricht nicht der Natur.

ANTWORT: Ja, aber ‚Natur' ist nicht immer gleich zu setzen mit ‚gut'. Alle Hundefertigfutter widersprechen der Natur (siehe 1). Es ist auch nicht natürlich einen gebrochenen Arm in Gips zu legen, oder mit dem Tier zum Tierarzt zu gehen. Trotzdem ist es gut.

3. FRAGE: Der Hund ist ein Fleischfresser und entsprechend ist auch sein Verdauungsapparat ausgestattet. Wie kommt der Hund zu seinen Nährstoffen, wo doch der Darm des Hundes viel kürzer ist als der des Menschen? Und wie werden die notwendigen Proteine verwertet?

ANTWORT: Hierzu gibt es unter anderem eine umfassende Dissertation des tierernährungsphysiologischen Institut der UNI München aus dem Jahre 1999. Hierin wird erläutert, dass die Gesamtverdaulichkeit der pflanzlichen Proteine sehr wohl ausreichend sind. Die Schlussfolgerung dieser Arbeit lautet, dass eine pflanzliche Ernährung von Hunden gut toleriert wird. Ebenfalls bei Katzen sei eine pflanzliche Ernährung akzeptabel, wenn man auf die Besonderheiten des Nährstoffbedarfs der Katze achtet und eine sorgfältige Bilanzierung vornimmt. Die Arbeit stellt auch ausdrücklich fest, dass man gerade bei hausgemachten Rationen auch Fehler machen kann. Dies ist aber unabhängig von der Frage, ob mit oder ohne Fleisch oder vegan. Jemand, der sich dies zu eigen macht um darauf zu schließen, vegane Fütterung würde Mangelerscheinungen hervorrufen, diskutiert unsachlich, oder hat die Arbeit nicht gelesen. In persönlichen Gesprächen mit der Autorin Dr. Radka Engelhard hat sie uns immer wieder bestätigt: Eine abwechslungsreiche und vernünftige vegane Ernährung versorgt Ihr Tier mit allem, was es benötigt. Die vielen veganen Futtersorten für den Hund machen Ihnen das Leben dabei leichter und bieten ausreichend Abwechslung. Anderslautende Studien konnte uns niemand vorlegen.

 
4. FRAGE:
Pflanzenfresser haben die Möglichkeit, alle Aminosäuren für ihren Körper in notwendiger Menge selbst herzustellen. Dies ist bei Raubtieren nicht der Fall.

ANTWORT: Der Mensch hat ebenfalls nicht die Möglichkeit alle Aminosäuren selbst herzustellen. Diese Aminosäuren bezeichnet man daher als essentiell. Diese essentiellen Aminosäuren müssen der Mensch, der Hund und die Katze durch ihre Nahrung aufnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. Wichtig ist nur, dass sie aufgenommen werden. Durch die uns bekannten rein pflanzlichen Futtermittel werden die Tiere mit allen essentiellen Aminosäuren ausreichend versorgt.

 
5. FRAGE:
Ich kann mich erinnern, dass bei unseren Hunden Gemüse, das im Futter enthalten war, fast unverdaut im "Originalzustand" wieder herauskam. Wie sollen dann die Nährstoffe aus dem Gemüse aufgenommen werden?

ANTWORT: Veganes Hundefutter besteht keinesfalls aus rohem Gemüse. Die Getreide und Gemüseanteile sind in der Regel vorgekocht. Das Phänomen, dass schlecht gekaute Gemüsestücke im "Originalzustand" wieder herauskommen, ist auch beim Menschen zu beobachten. Unverdaute Bestandteile können zudem als Ballaststoffe dienlich sein.

 
6. FRAGE:
Ihr macht die Tiere auf lange Sicht gesehen krank und das ist doch wohl nicht Euer Ziel, oder?

ANTWORT: Diese Behauptung ist falsch. Die bei uns vegan ernährten Tiere befinden sich in ausgezeichnetem Gesundheitszustand. Es erreichten uns viele Zuschriften von Tierhaltern, deren Tiere auch in hohem Alter nach vielen Jahren rein veganer Ernährung topfit sind. Uns selbst sind ebenfalls viele Tiere bekannt, welche schon immer vegab ernährt wurden. Es ist auch nicht neu: In den USA ist eine vegane Fütterung seit den 80er Jahren weit verbreitet.

 
7. FRAGE:
Ist Biofleisch eine Alternative, wo die Tiere bis zu ihrer Schlachtung artgerecht gehalten wurden?

ANTWORT: Wir sind Tierschützer und stehen vor zwei für unsere Tiere gleichwertigen Alternativen: Eine mit und eine ohne Tiertötung und Tierelend. Warum sollten wir andere Tiere töten lassen, wo es für eine gesunde und wohlschmeckende Ernährung unserer Schützlinge nicht notwendig ist?

 
8. FRAGE:
Ich halte die rein vegane Ernährung von Hunden und Katzen schlicht für Tierquälerei.

ANTWORT: Wie kann man die Tötung von Tieren in Auftrag geben und gleichzeitig behaupten, die die es nicht machen seien Tierquäler? Was ist daran Tierquälerei wenn man ein wohlschmeckendes gesundes Futter ohne Fleisch verwendet?

 
9. FRAGE:
Viele Haustiere, und dabei Hunde und Katzen im speziellen, sind nicht wie der Mensch omnivor, sondern carnivor. Das heißt, ließ man sie selber ihre Nahrung wählen, so würden sie das tun, was Ihrer Natur entspricht, andere Tiere reißen und ausweiden, im übrigen auch inklusive der von Ihnen als minderwertig dargestellten Bestandteile wie Augen, Hirn und so weiter.

ANTWORT: Ja, ließe man sie selbst wählen, aber kein verantwortungsvoller Tierhalter lässt dies zu. Wie unter Punkt 1 bereits erläutert, nehmen wir den Haustieren diese Möglichkeit bereits seit Jahrhunderten, da ansonsten ein Zusammenleben nicht möglich wäre. Bei freier Wahl würden sie übrigens sicherlich auch nicht auf Fischmehl aus der Dose zurückgreifen.

 
10. FRAGE:
Sie sind gegen die Tötung von Tieren zur Fleischgewinnung. Aber was ist mit den Milchprodukten? Was wird aus den Kälbern, wenn wir sie nicht mehr schlachten? Auch Milchkühe werden in Massentierhaltung gehalten. Was unternehmen Sie dagegen?

ANTWORT: Die von uns verwendeten Futtermittel sind rein pflanzlich, kommen also auch ohne Milchprodukte aus, so dass wir auch diesbezüglich nicht auf die Ausbeutung anderer Tiere angewiesen sind.

 
11. FRAGE:
Wenn meine Katze zum Beispiel eine Maus reißt, so stirbt dieses Tier tatsächlich auch. Ich kann nicht beurteilen wie glücklich das Leben dieser Maus war - aber letzten Endes entspricht dies jedoch Bestimmung von Maus und Katze. Was ist mit wildlebenden Raubtieren?

ANTWORT: Wildlebende Raubtiere, und dazu kann man auch die nächtlichen Streifzüge der Hauskatze zählen, reißen andere Tiere um sie zu fressen. Es ist überaus wichtig für das ökologische Gleichgewicht, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jäger und Beute besteht. Der Mensch mit seinem übermäßigem Fleischkonsum greift allerdings in dieses Gleichgewicht ein. Es ist ein großer Unterschied, ob wir wildlebenden Tieren die Möglichkeit lassen zu jagen oder wir selbst für unnatürlich hohen Konsum sorgen. Wir, die Menschen, sollten den Anspruch erheben, uns von wildlebenden Raubtieren zu unterscheiden. Dem Raubtier bleibt keine Alternative.

 
12. FRAGE:
Das veget. Futter schmeckt den Hunden nicht. Haben Sie einmal versucht, den Hund zwischen fleischloser und fleischhaltiger Kost frei wählen zu lassen?

ANTWORT: Die vegane Kost wird bei uns mit Wolllust angenommen, es schmeckt den Hunden hervorragend. Der zweite Satz ist am besten mit einer Gegenfrage zu beantworten: Haben Sie einmal neben dem fleischhaltigen Fertigfutter ein Steak gelegt? Was wird der Hund wohl fressen? Wenn wir nach dem höchstmöglichen Genuss suchen würden, dürften wir auch kein fleischhaltiges Fertigfutter verwenden. Stellen sie einen Hund, der an das vegane Futter gewöhnt ist, vor die Alternative zwischen fleischhaltigem und fleischlosem Fertigfutter, wird er sicherlich nicht unbedingt das fleischhaltige wählen.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.