"Aigner-Burger" kosten Tier- und Menschenleben
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„Aigner-Burger“ kosten Tier- und Menschenleben

xeatsworld 240 04.08.2013: 5 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Hunger unter anderem deshalb, weil der unbändige Fleischkonsum in den Industrienationen die Ressourcen in den Entwicklungsländern auffrisst. Aber Ilse Aigner sperrt sich gegen Alternativen und „bevorzugt ein gutes Stück Fleisch herkömmlicher Art“.

Mit diesen Worten erteilt die Bundeslandwirtschaftsministerin dem „Laborburger“ eine Absage, der am morgigen Montag von Forschern der Universität Maastricht vorgestellt wird. Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung nannte Aigner das Retortenfleisch ein „Laborphantasie“ und sprach sich ganz im Sinne der Fleischindustrie ebenfalls gegen höhere Steuern auf tierische Nahrungsmittel aus.

Animal Rights Watch kritisiert Ilse Aigner für ihre rücksichtslose Klientelpolitik. „Jede Initiative, die das Leiden und Töten von Tieren verhindern will, verdient zunächst einmal Aufgeschlossenheit“, sagt ARIWA-Sprecher Wolfgang Siebert. „Die unglaubliche Ressourcenverschwendung, die der Fleischkonsum mit sich bringt, dürfte auch Frau Aigner bekannt sein. Jedes Jahr sterben 5 Millionen Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung, während 90 Prozent der Weltsojaernte als Futtermittel verschwendet wird. 15000 Liter Wasser werden für die Produktion von einem Kilogramm herkömmlichen Aigner-Rindfleisches verbraucht.“

Professor Mark Post von der Uni Maastricht möchte morgen in London seinen aus einer Rinderzelle gezüchteten Fleisch-Burger zur Verkostung präsentieren. Das Deutsche Tierschutzgesetz verbietet das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund. Trotz aller negativen Auswirkungen der Fleischproduktion und obwohl es bereits heute zahlreiche Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis gibt, gilt das Schlachten von sogenannten Nutztieren noch immer als „vernünftiger Grund“. Künstlich hergestelltes Fleisch könnte die Nachfrage nach tierischen Nahrungsmitteln bedienen, ohne dass dafür ein Tier sterben muss. Fleischfreie Ernährung ist natürlich auch derzeit bereits für jeden machbar, aber jede weitere Alternative hilft gegen Welthunger, Tierqual, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung.

Pressekontakt:
Wolfgang Siebert, Tel.: 01577-6633353, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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