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Aktuell

Pulverfass Tierindustrie: Die Vogelgrippe-Viren kommen aus dem Stall

Behörden zeigen sich machtlos – ökonomische Interessen werden über Tier- und Menschenschutz gestellt.

pute gesicht 18.12.2016: Seit mehr als sechs Wochen grassiert in Deutschland nach 2009 und 2014 erneut die Vogelgrippe. In zahlreichen Bundesländern wurde die Stallpflicht für Vögel angeordnet. Bereits hunderttausende, meist gesunde Tiere wurden getötet. Das zuständige Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut) geht davon aus, dass Wildvögel das Virus von Asien nach Europa transportieren und hier verbreiten. Diese Theorie wird in Fachkreisen jedoch zunehmend infrage gestellt, da sie erhebliche Lücken aufweist und mit den derzeitigen Befunden nicht vereinbar ist. Die sehr viel wahrscheinlichere Ursache für die regelmäßigen Vogelgrippe-Epidemien ist die kommerzielle Tierhaltung selbst.

 

Stadttauben

Taube In allen größeren Städten zählen verwilderte Taubenschwärme zu den vertrauten Bewohnern. Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung sind die Tauben in unseren Städten aber weder Wildtiere noch eine eigene Tierart. Sie sind verwilderte Haustiere und stammen von entflogenen Rasse- und Brieftauben ab (Tierärztliche Hochschule Hannover 1995/96).

 

Kükentötungen: NRW-Erlass will grausame Praxis in Brütereien beenden

tote Küken 50 Millionen Eintagsküken werden in Deutschland jährlich kurz nach dem Schlüpfen getötet: vergast, zermust, geschreddert. Es sind die männlichen Geschwister der „Legehennen“, für die es keine wirtschaftlich rentable Verwendung gibt. Fehlende Wirtschaftlichkeit ist allerdings nach dem Tierschutzgesetz kein „vernünftiger Grund“ für die Tötung eines Tieres. Animal Rights Watch kritisiert, dass es trotzdem geduldete Praxis ist, dass die männlichen Küken der Legehennenrassen in den Brütereien getötet werden, woran auch der aktuelle Vorstoß des grünen NRW-Umweltministers Remmel nichts ändern wird.

 

Bundeslandwirtschaftsministerium verordnet millionenfache Kaninchenquälerei

Kaninchen hinter Lochgitter Kaninchen, die sich weder aufrichten noch herumlaufen, hoppeln, rennen oder springen können, keinerlei Rückzugsmöglichkeiten haben, Tiere mit entzündeten Augen, Verletzungen oder abgebissenen Ohren, eingepfercht in kleinste Käfige: das ist das Bild, was sich so oder ähnlich beim Blick in eine der 58 größeren gewerblichen deutschen Kaninchenzucht- und Mastanlagen und die Ställe von ca. 60.000 „erwerbsmäßigen Hobby- und Rassekaninchenzüchter“ bietet.

 

„Aigner-Burger“ kosten Tier- und Menschenleben

xeatsworld 240 04.08.2013: 5 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Hunger unter anderem deshalb, weil der unbändige Fleischkonsum in den Industrienationen die Ressourcen in den Entwicklungsländern auffrisst. Aber Ilse Aigner sperrt sich gegen Alternativen und „bevorzugt ein gutes Stück Fleisch herkömmlicher Art“.

 

Das Leben der Rinder: jenseits von „grüne Wiese“

bild 00 Erst sind sie „Milchkuh“, dann werden sie „Rindfleisch“: Die Rindfleischproduktion in Deutschland erfolgt überwiegend durch die Schlachtung ausgedienter Milchkühe und deren für die Milchproduktion unbrauchbaren männlichen Nachkommen. Die Haltung von Rindern der „Fleischrassen“, die man vereinzelt in „Mutterkuhhaltungen“ grasend auf einer Weide sieht, spielt zahlenmäßig in Deutschland nur eine sehr untergeordnete Rolle.

 

10 Jahre Tierschutz im Grundgesetz

Seit dem 1.8.2002 "schützt der Staat die Tiere im Rahmen der verfassungsgemäßen Ordnung". Verändert hat das allerdings an der Situation der Tiere nichts. Während allen voran Bundesministerin Ilse Aigner "die hohen Tierschutzstandards" in Deutschland lobt, auf welche „Wissenschaft und Landwirte stolz sein könnten“, leiden vor allem die Nutztiere in deutschen Ställen millionenfach.

 

Kaninchenmast: Bundeslandwirtschaftsministerium will Tierquälerei legalisieren

Foto: VIER PFOTEN / farmwatch Eingepfercht in kleinen Drahtgitterkäfigen, die empfindlichen Pfoten drücken sich durch die Bodengitter, sie können sich in ihren Gefängnissen weder aufrichten noch herumlaufen, sie haben entzündete Augen, Verletzungen, abgebissene Ohren: das ist das Bild, was sich so oder ähnlich beim Blick in eine der 58 größeren gewerblichen deutschen Kaninchenzucht- und Mastanlagen bietet. Geschätzte 20-40 Millionen Kaninchen werden so jährlich produziert, um auf den Tellern der Verbraucher zu landen. Bislang wird die Kaninchenhaltung in Deutschland wie „rechtsfreier Raum“ behandelt, wo zu Lasten der Tiere alles möglich ist. Mit einer neuen Verordnung aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium soll nun Unrecht zu Recht werden.

 
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