Massaker auf Staatskosten
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Massaker auf Staatskosten

Heftige Kritik an der geplanten Staatsjagd im Segeberger Forst

Totes Reh 09.10.2005; Kiel, Lübeck, Siegen: Laut Lübecker Nachrichten vom 08.10.2005 lädt der Ministerpräsident Carstensen am 17. November zur Staatsjagd in den Segeberger Forst. 200 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik sollen dann gemeinschaftlich Jagd auf Bambi & Co machen und sich am Jagdspaß erfreuen. Die bundesweit tätige Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch kündigt unterdessen heftigen Widerstand an Carstensens Jagdpolitik an. Die Aussage, dass die Jagd ein notwendiges Übel sei, um die Wildpopulation zu regulieren, ist längst wissenschaftlich widerlegt und die Jagd damit zum reinen Hobbytöten mutiert. Die Population einer Art sei nicht von der Anzahl der Beutegreifer, sondern immer von der so genannten Umweltkapazität (Platz, Futter, etc.) abhängig. Die Jäger würden diese Umweltkapazität unter anderem durch Fütterungen künstlich beeinflussen, damit die Population der Tiere ansteigt, um so eine Begründung für die Jagd zu konstruieren und sich am „Jagdspaß“ erfreuen zu können.

Jürgen Foß, Vorsitzender von Animal Rights Watch zeigt sich entrüstet: „Die Landesregierung lädt zum sinnlosen Massaker unschuldiger Lebewesen. Wen wundert es da noch, dass die neue Landesregierung von Schleswig Holstein sogar Jagdzeiten verlängert, wenn der Ministerpräsident höchst persönlich zum Töten in den Wald marschiert.“ Eine Politik, die sich an den blutigen Neigungen eines Ministerpräsidenten orientiert, ist untragbar. Etwa 5 Millionen Tiere werden jährlich von Jägern in deutschen Wäldern getötet, auch Haustiere finden hier ihren Tod. Gemäß offiziellen Zahlen der Jäger erlegen diese etwa eine viertel Millionen Hauskatzen jährlich, auch zehntausende Hunde fallen ihnen zum Opfer. Jürgen Foß abschließend: „Die Jäger gehören aus dem Wald gejagt, damit diesem Irrsinn endlich Einhalt geboten wird, der Wald sich erholen kann, die Wildschäden abnehmen, die Populationen nicht weiter durcheinander gebracht werden und das sinnlose Töten ein Ende hat. Jäger sind Lusttöter, da sind Ministerpräsidenten keine Ausnahme.“

Letzte Meldung:

Staatsjagd im Segeberger Forst wegen der Proteste abgesagt

Kiel, 09.11.2005: Heute gab das Land Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Staatsjagd im Segeberger Forst abgesagt wurde. Als Grund wurden die angekündigten Proteste der Tierschützer angegeben.

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