Die BIO-Lüge
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Die Bio-Lüge

Kuh Die Öko-Statistik

In Deutschland leben zur Zeit ca. 13,4 Millionen Rinder, 26,5 Millionen Schweine und 110 Millionen Hühner. Trotz "Öko-Boom" in den letzen Jahren - zurückzuführen auf ein gesteigertes Verbraucherinteresse und finanzielle und ideelle staatlicher Förderung von Öko-Betrieben - liegt der Anteil der "Nutztiere" in ökologischer Haltung nur bei 2,8%. So sind 3,4% der deutschen Rinder und 0,6% aller Schweine "Öko-Tiere", bei Geflügel liegt der Öko-Anteil bei 1%.

Die Öko-Illusion

Die konventionelle landwirtschaftliche "Nutztierhaltung" betreffend ist jedem, der sich auch nur minimal mit diesem Thema auseinandergesetzt hat klar, dass diese Tiere allesamt ein nicht artgerechtes, furchtbares Leben führen, bis sie am Ende nach stunden- oder tagelangen Tiertransporten in irgendeinem Schlachthof der Welt landen. Bilder von Legebatterien, finsteren Schweinemastanlagen, Milchkühen mit schmerzhaft großen Eutern kennt jeder. Die Illusion von "glücklichen Tieren" z.B. auf Biohöfen gefällt den Verbrauchern, denn schließlich erleichtert sie sein Gewissen beim Konsum tierischer Produkte. Dass es auch den Bio- und Ökotieren im Leben alles andere als gut geht und sie das gleiche Ende bei gleicher Schlachtmethode im Schlachthof nehmen, wird durch die Öko-Täuschung geschickt und erfolgreich verdrängt.

Die Vortäuschung der "Artgerechten Nutztierhaltung

SchweinBegriffe wie "Öko" und "Bio" verknüpft der Verbraucher automatisch mit glücklichen Tieren und "artgerechter Haltung", freilaufenden, zufriedenen Tieren, die ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben können und nicht zum bloßen "Nutztier" degradiert werden. Doch diese Verknüpfung ist fatal: weder "Öko" noch "Bio" stehen für "glückliche Tiere" und auch von "artgerechter Haltung" beim Biobauern kann keine Rede sein. Die Lebensbedingungen der Tiere unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Tiere in der konventionellen Massentierhaltung, ihr "Plus" sind nur einige Zentimeter mehr Lebensraum. Ein 100kg schweres Mastschwein wird wahrscheinlich nicht bedeutend glücklicher dadurch, dass ihm statt 0,65qm (konventionelle Haltung) dann 1,9qm Platz als "Bioschwein" zugestanden werden. Auch hat solch ein "Bioschwein" keinen Anspruch auf Freilauf und sieht wie seine Artgenossen in der konventionellen Haltung niemals eine grüne Wiese unter seinen Füßen. "Öko" ist nicht ein glückliches Schwein, welches nach Herzenslust im Schlamm suhlen darf - Öko täuscht bewusst tierfreundliche Verbraucher und gaukelt eine heile Nutztierwelt vor, wo keine ist. Niemand denkt bei einem Bio-Ei daran, dass auch bei der Zucht von Bio-Legehennen die männlichen Küken an ihrem ersten Lebenstag vergast, zermust oder anderweitig getötet werden, weil ihre Mast nicht rentabel wäre. Für die Produktion von Bio-Milch und Milchprodukten muss eine Bio-Kuh alle neun Monate ein Kalb austragen - ein Kalb, welches auch der Bio-Milchkuh unmittelbar nach der Geburt weggenommen wird und als "Nebenprodukt" keinen Anspruch auf die Gesellschaft und die Milch der eigenen Mutter hat.

Die EG - Ökorichtlinien

Die EG-Ökorichtlinien räumen letzte Vorstellungen einer "artgerechten Tierhaltung" aus. Laut EG-Recht steht z.B. einem "Öko-Kälbchen" bis 100kg Gewicht ein "Lebensraum" von insgesamt 2,6qm zu; diesen Lebensraum hat es für sich ganz allein, denn auch "Öko" lässt zu, dass Kälber schon in den ersten Lebenstagen von ihren Müttern getrennt und isoliert z.B. in sogenannten Kälber-Iglus aufgezogen werden. "Öko" - Milchkühe führen ihr "glückliches Leben" auf sage und schreibe 10,5qm. Eine Sau und ihre durchschnittlich 12 Ferkel auf 10qm "Lebensraum" erfüllt ebenso die Öko-Richtlinie. Später stehen diesen Ferkeln bis zu einem Gewicht von 50kg 1,4qm Schweinebucht zur Verfügung. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen in konventioneller Haltung haben sie ein paar Halme Stroh unter den Füßen. Weder Kälbern noch Ferkeln noch Masttieren wird nach den Öko-Richtlinien Freilauf "auf der grünen Wiese" zugestanden. Ihre "Privilegien" als Öko-Tiere: sie haben Anspruch auf Licht und Luft, Wasser und ein bisschen Stroh.

Massentierhaltung auch bei "Bio" und "Öko"

Was in der konventionellen Nutztierhaltung für die Landwirte unerlässlich ist, nämlich hohe Bestandszahlen, um wirtschaftlich "produzieren" zu können, gilt auch für "Bio-" und "Ökobetriebe". So ist auch ein Betrieb, der nach "Bio"- und "Öko"- Richtlinien" arbeitet kein idyllischer Bauernhof mit ein paar glücklichen Tieren, sondern auch hier findet man die gleiche Massentierhaltung mit Hunderten und Tausenden Tieren wie im konventionellen Bereich. Institutionen bzw. Fleisch-, Milch- und Eiererzeuger wie z.B. der "Neuland-Verein", der sich unter Leitung des Deutschen Tierschutzbundes die "artgerechte Tierhaltung" auf die Fahnen geschrieben haben, begrenzen die Tierhaltung in ihren angeschlossenen Bertieben auf "überschaubare" 10.000 (!) Legehennen, 6000 Masthühner, 2000 Mastenten, Gänse und Puten pro Betrieb, 650 Mastschweine oder 500 Mastschweine plus zugehörige Zuchtsauen, 95 Zuchtsauen bei Ferkelerzeugern - also "Massentierhaltung" mit dem Gütesiegel des Deutschen Tierschutzbundes.

totes Schwein Das Ende: "Humanes Schlachten"

"Öko"- und "Bio"- Tiere erleiden kein anderes Ende als andere Tiere: nach einer Betäubung mittels Strom, Gas oder Bolzenschuss wird den lebenden Tieren vom Schlachter der Hals aufgeschnitten, sie sterben durch ausbluten, was einige Minuten dauert. Viele Schlachttiere erleben aufgrund mangelhafter Betäubung ihren Tod bei mehr oder weniger vollem Bewusstsein. Auf unserem Portal Biowahrheit.de haben wir dazu Filme zur Schlachtung von Biotieren bereit gestellt. Schlachten und töten kann niemals "human" sein.

"Tierschützer" und die "artgerechte Nutztierhaltung"

Tierschützer engagieren sich für Tiere mit dem erklärten Ziel, Leid und Tod von Hunden, Katzen, Kaninchen und anderen Haustieren abzuwenden. Doch wenn es um "Nutztiere" geht, ist der Schatten, über den die meisten Tierschützer zu springen vermögen, erstaunlich groß. Dann geht es nicht mehr um die Abwendung von Leid und Tod, sondern nur noch um "weniger Leiden" im kurzen Nutztierleben. Eine Gleichbehandlung von Haus- und Nutztieren hätte zur Konsequenz, dass vor allem doch Tierschützer sich stark machen müssten für eine drastische Verringerung des Konsums tierischer Produkte, da nur so das Leiden und Sterben der "Nutztiere" verhindert werden kann. Statt eines Verzichtes auf tierische Produkte, anstelle von Vegetarismuskampagnen propagieren die meisten "Tierschützer" massiv "Bio"- und "Öko"- Fleisch, Mich und Eier und unterstützen kräftig, was sie doch eigentlich bekämpfen sollten: Leid und Tod von Tieren. Wenn Landwirtschaftsministerien, Landwirte oder Metzgereien dem Verbraucher eine "Artgerechte Nutztierhaltung" vortäuschen, wo keine ist, damit ihm nicht der Appetit auf Fleisch vergeht, wundert es nicht. Wenn jedoch "Tierschützer" dies in vollem Bewusstsein und wider besseren Wissens tun, ist es in höchstem Maße verwerflich und beschämend.

Öko-Bauer Der Tierschutzbund und sein Neuland-Verein

Der Deutsche Tierschutzbund hat sich mit seinem Neuland-Verein einen eigenen Erzeuger und Vermarkter von "Bioprodukten" geschaffen. Tierschützer essen also Neuland-Fleisch statt kein Fleisch lautet hier die "klare Botschaft". Deutschlands oberster "Tierschützer" Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Chef des Neuland-Vereins und Mitbegründer des Tierzucht-Fonds propagiert das trostlose, leidvolle Leben der Neuland- und anderen "Öko-Tiere" als "artgerecht", die "glücklichen Tiere" werden "schonend transportiert" und "human geschlachtet". Ein weiterer inbrünstiger Neuland-Liebhaber ist der Landestierschutzverband NRW mit seinem Präsidenten Herr Drawer - auch er hat kein Problem damit, die Ausbeutung und das alles andere als artgerechte Leben der Neuland-Tiere als "artgerecht" zu bezeichnen und hoch zu loben. In seinen Filmen über die tolle Neuland-Tierhaltung sieht man unter anderem eine Sau mit Ferkeln, fixiert in einem Kastenstand, einen Bullen im Stall mit Nasenring, lethargische Kälber ohne Mütter und weit und breit keine grüne Wiese; die Neuland-Hühner sehen ebenso zerruft aus wie ihre Genossinnen in z.B. konventioneller Bodenhaltung.

Herr Drawer hat dafür, für "seinen Einsatz für den Tierschutz insbesondere die Nutztiere", kürzlich das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Hätte er stattdessen regelmäßig werbewirksame Tofu-Grillpartys veranstaltet und eine "Esst-mehr-Gemüse-Kampagne" und eine Gratis-Bio-SOJA-Milch-Aktion an Schulen unterstützt, wäre ihm diese Ehre sicherlich nicht zuteil geworden. Solange "Tierschützer" wie Herr Apel so vehement die Ausnutzung der landwirtschaftlichen Tiere und den Konsum tierischer Produkte verteidigen und gutheißen und sich nur für etwas verbesserte Bedingungen einsetzen, unter denen diese Tiere für "des Tierschützers täglich Fleisch" zu leiden haben, wird in Sachen Tierschutz in diesem Land kaum ein Vorankommen sein.

Schweinepfote Staatliche Öko-Werbung

Die Landwirtschaftsministerien den Bundes und des Landes NRW machen sich stark für "Bio" und "Öko". Schon Kindern wird heute im Kindergarten und in der Schule erklärt, dass "Bio" und "Öko" gut und gesund ist, für Tiere und Menschen. Trügerische, nicht den Öko-Tatsachen entsprechende Bilder glücklicher Schweine, friedlich grasender Kühe und freilaufender Hühner und die ebenfalls sofort dazu gelieferten Bezugsquellen und Rezeptideen, die gratis Bio-Milch in Schulen, und andere Werbestrategien sollen auch den letzten Zweifler überzeugen, weiterhin zu tierischen Produkten zu greifen. So gibt es staatliche Ökopropaganda schon für die Kleinsten: Ökowettbewerbe für Kinder, wo sie beigebracht bekommen, dass es - ganz entgegen ihrer natürlichen Einstellung - nichts Schlechtes ist, Tiere zu töten um sie aufzuessen oder sie einzusperren, um sich ihre Milch und ihre Eier anzueignen, dass Kühe, Schweine, Hühner und andere "Nutztiere" nur dazu da sind, um von Menschen ausgebeutet und getötet zu werden.

Schnitzel-AnkündigungDas Verbrauchergewissen

Die Bio- und Ökopropaganda der Landwirtschaft, der Ministerien und der "Tierschützer" hat nicht nur dazu geführt, dass die Verbraucher massiv der Täuschung einer "artgerechten Nutztierhaltung" unterliegen, wo es nur so wimmelt von "glücklichen Tieren in einer intakten Umwelt" und der Landwirt "die Sau rauslässt", was immer wieder entgegen aller Tatsachen in Bild und Schrift verbreitet wird: die Konsequenzen dieser Fehlinformationen reichen noch viel weiter. Je mehr die Existenz "glückliche Nutztiere" vorgegaukelt wird, desto eher verfallen die Konsumenten tierischer Produkte der Vorstellung, auch "ihr" Ei, "ihre" Milch, "ihr" Schnitzel stamme doch dann gewiss auch von solch einem "glücklichen Tier", so dass man es durchweg ohne schlechtes Gewissen konsumieren kann. Das betrifft nicht nur diejenigen, die ("aus Tierschutzgründen") bewusst Bioprodukte konsumieren, sondern alle anderen auch. Schließlich und zuletzt prangt zur Täuschung des Verbrauchers beim Metzger auch noch ein großes Plakat eines glücklichen fröhlichen Schweins im Schaufenster und das gekaufte Fleisch trägt ein Gütesiegel.

Die Zukunft des "Tierschutzes" in der Nutztierhaltung

Wir haben zwar ein - wenn es konsequent und auch auf "Nutztiere" angewendet werden würde - gutes Tierschutzgesetz und der Tierschutz hat Verfassungsrang. Die Umsetzung des Staatsziels Tierschutz scheitert in allen Bereichen der Nutztierhaltung an heftigen Widerständen der Agrarlobby. Das Verbot der Käfighaltung von Legehennen nach jahrelangen Protesten von Tierschützern wurde gefeiert und bejubelt. Die Hennen sitzen - obwohl diese Haltung ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt ist - nach wie vor in ihren Käfigen und voraussichtlich wird dies auch so bleiben. Ebenfalls seit Jahren diskutiert wird eine neue Schweinehaltungsverordnung: die lange überfällige Umsetzung der EU-Richtlinien stößt ebenfalls auf heftigste Proteste der Agrarindustrie. Es gibt keine verbindlichen Regelungen z.B. zur Haltung von Puten oder Mastkaninchen: "erlaubt" ist, was Profit bringt. Profitable Nutztierhaltung und "artgerechte Nutztierhaltung" schließen sich aus. Dies gilt auch für "Bio", Öko" & Co. Darauf, dass sich politisch die Lage der Tiere verbessern lässt, brauchen wir nicht hoffen.

Biomärchen Das Internetportal Biowahrheit.de

Auf unserem Internetportal Biowahrheit.de informieren wir ausgiebig mit Text, Bild und Videos über Biotierhaltung und Biotierschlachtung. Ein Besuch auf Biowahrheit.de lohnt sich! Hier wird mit den Märchen von glücklichen Biotieren auf der grünen Wiese aufgeräumt und die wahren Gegebenheiten gezeigt.

 

Die einzige Hilfe, auf welche die Tiere in der Landwirtschaft hoffen können, ist die eines jeden einzelnen Tierfreundes, der ihnen zuliebe seine Ernährungsgewohnheiten ändert: Nicht Bio-Tod, nicht Öko-Tod sondern unversehrtes Leben ist das, was den Tieren zusteht.

 

Quellen / weitere Informationen:

  • Das V-Heft für den Einstieg in eine tierleidfreie Ernährung
  • Das Internetportal Biowahrheit.de
  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Richtlinien zur Tierhaltung, Ökoverordnung, Biosiegel etc. www.bml.de
  • Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW: u.a. Tierschutzbericht 2003 (Frau Höhns Tierschutzbericht ist nicht erbaulich, jedoch sehr lesenswert! Kostenlos auch online bestellbar) www.munlv.nrw.de
  • Statistisches Bundesamt: Statistiken Tierbestand, Schlachtungen, Landwirtschaftliche Betriebe etc. www.destatis.de
  • Deutscher Tierschutzbund: Neuland-Verein (nicht "Neuland-Tiere", nicht "Neuland-Tierschutz" sondern bezeichnender Weise "Neuland-FLEISCH"), "Tierzuchtfonds" und andere Tierschutzkatastrophen www.tierschutzbund.de
  • Landestierschutzverband NRW: u.a. Filme über "glückliche" Neuland-Tiere (diese Tierhaltung als "artgerecht" zu propagieren, ist eine Frechheit) www.ltv-nrw.de
  • Recherchen und Artikel von Soylent-Network zu Biofleisch & Co:

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