Für die Schließung aller Schlachthäuser 2020: Rückblick Hamburg

2020 stellten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund des Coronavirus auch die jährliche Demonstrationsreihe für die Schließung aller Schlachthäuser vor neue Herausforderungen. Einige Veranstaltungen wurden abgesagt. Andere konnten unter besonderen Auflagen stattfinden.

8. August 2020, Hamburg

Ein Schlachthaus aus Glas

Erst 2019 hatte Hamburg erstmals eine Demonstration für die Schließung aller Schlachthäuser ausgerichtet und prompt im Bundesvergleich einen Rekord an Teilnehmenden aufgestellt. 2020 wurde kein Demozug genehmigt, stattdessen fand die Demonstration als Versammlung über den gesamten Bereich des Jungfernstiegs statt. Trotz extremer Hitze nahmen abermals mehrere hundert Menschen teil und trugen Mund-Nase-Schutz, darunter viele mit Botschaften gegen die Tiernutzung als Quelle von Tierleid, Zerstörung und nicht zuletzt Epidemien.

Die aufrüttelnden Reden und Musikbeiträge stießen bei der Öffentlichkeit auf großes Interesse und Zustimmung. Das Programm bestand aus sechs Redebeiträgen, unter anderem sprach ARIWA- und Land-der-Tiere-Gründer Jürgen Foß über Reformismus und erklärte, warum dieser nicht der richtige Weg sein kann, um Tierleid abzuschaffen. Musikalisch wurde die Demonstration unterstützt von Sängerin Lulu Henn, die im Vorjahr den offiziellen Song zur Demoreihe komponiert hatte und dieses Jahr neue Songs wie „Schlachthaus aus Glas“ mitbrachte – ein Plädoyer gegen das Wegschauen.

Recherche-Film aus Bio-Schlachtfabrik

Der Einblick in die Realität der Schlachtfabriken wurde in Hamburg unmittelbar möglich. ARIWA präsentierte auf der Leinwand des Infomobils erstmals neues Recherche-Material aus einem Schlachthof, der für die Biomarken Neuland und Ökoland tötet. Die Bilder führen deutlich vor Augen, dass auch Biotierprodukte nicht geeignet sind, um Tierleid zu vermeiden, da Fleisch eben nie von glücklichen Tieren kommt, sondern immer von toten.

Stand: 07/2019 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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