Verbot von Trophäenjagdangeboten bei der Messe „Jagd und Hund“

20.05.2021, 13.30 – 17.00 Uhr
Dortmund, Westfalenhalle 2 Dortmund; Rheinlanddamm 200

Kundgebung ab 13:30 Uhr

Beginn der Ratssitzung der Stadt Dortmund ist um 15 Uhr. Wir fordern die Ratsmitglieder auf, allen Anbieter*innen von Trophäenjagd Werbung und Standgenehmigungen auf der jährlichen Messe „Jagd und Hund“ zu untersagen. Außerdem möchten wir Herrn Oberbürgermeister Westphal daran erinnern, dass er zum Thema einen Ethikrat gründen wollte.

Wir sind jedoch grundsätzlich gegen jede Art von Jagd und gegen die Jagdmesse im Allgemeinen. Die Trophäenjagd ist dabei nur die grausame „Spitze des Eisbergs“. Jagd bedeutet Leid und Tod für empfindungsfähige Mitgeschöpfe und schadet dem Gleichgewicht der Natur.

Wer es irgendwie einrichten kann, kommt bitte ab 13: 30 Uhr, um uns zahlreich zu unterstützen. Bringt gerne eigene Banner, Schilder oder Fahnen mit.

Die Stadt Dortmund ist als alleinige Gesellschafterin der Westfalenhallen direkt mitverantwortlich für die Messe „Jagd & Hund“. Die Leitung der Westfalenhallen und auch die politischen Entscheidungsträger*innen behaupten, dass alle Angebote der Messe rechtmäßig seien.

Wildtiere schützen

Die jährlich in Dortmund stattfindende Messe „Jagd & Hund“ ist Europas größte Jagdmesse. Die Veranstalter*innen werben mit der Teilnahme von Aussteller*innen aus über 40 Nationen aller Kontinente. Darunter befinden sich rund 180 Reiseveranstalter*innen, die den Abschuss von Individuen gefährdeter und geschützter Arten wie verschiedener Hochseevögel und Singvögel, Eisbären, Nashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden, Giraffen, Affen, Braunbären und Wölfe anbieten – ganz legal. Wie zu Kolonialzeiten schießen zahlungskräftige Trophäenjäger*innen bedrohte Tiere ab. Dabei erleben wir gerade den größten Artenverlust seit Menschengedenken. Allein in Afrika töten 18.000 Trophäenjäger*innen jährlich über 100.000 Wildtiere. Der Abschuss eines einzelnen Tieres gefährdet oft dessen ganzes Familien- und Gruppensystem. Die Trophäenjagd wird gerne mit Artenschutz begründet, da die Erlöse der Abschüsse teilweise in Schutzprojekte fließen. Eine ethisch völlig widersinnige Art und Weise, Wildtiere zu schützen: die einen Artgenossen müssen sterben, damit andere geschützt werden.

Jagd ist Mord

Statt Trophäenjagd braucht es mehr internationale Unterstützung und Engagement, um die Wilderei in Nationalparks einzudämmen und effektiven Artenschutz zu betreiben. Trophäenjagd stellt also ein tier- und naturfeindliches Überbleibsel aus Kolonialzeiten dar, an dem nur sehr wenige Einheimische verdienen. Im Gegensatz dazu kann echter Tier- und Artenschutz auch im Kontext eines nachhaltigen Safari-Tourismus zukunftsweisende Arbeitsplätze schaffen.
Deutschland ist, gemeinsam mit Spanien, nach den USA der größte Importeur von Jagdtrophäen bedrohter Arten. Dabei lehnt die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland die Trophäenjagd auf bedrohte Tierarten ab! In Nachbarländern gibt es bereits entsprechende Verbote oder befinden sich in Planung, wie z.B. aktuell in Großbritannien.
Eine Veranstaltung der Ortsgruppe ARIWA Ruhrgebiet
Corona-Hinweis:
Bitte verhaltet euch verantwortungsbewusst und beachtet die Teilnahmebedingungen vor Ort (Hygieneregeln, Abstand, medizinische Mund-&Nasenbedeckung). Nehmt insbesondere nur an einer Aktion teil, wenn ihr keine Krankheitssymptome habt, haltet euch an die Mund-Nasenschutz-Pflicht und haltet ausreichend Abstand. Menschen, die mit der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ sympathisieren, sind auf unseren Veranstaltungen nicht willkommen und werden von uns nicht geduldet. Gleiches gilt für Personen und Gruppierungen die eine rechte, rassistische, homophobe, sexistische oder eine sonstige antiemanzipatorische Weltanschauung vertreten.
Verbot von Trophäenjagdangeboten bei der Messe "Jagd und Hund"

Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.