Für die Schließung aller Schlachthäuser 2018: Rückblick Göttingen

Auch 2018 gingen wieder Tausende Menschen in aller Welt gemeinsam auf die Straße, um für die Schließung aller Schlachthäuser und damit verbunden für die Verbreitung der Tierrechtsidee einzutreten. Die Demonstrationen fanden erstmals 2012 in Frankreich statt, 2018 beteiligten sich weltweit 35 Städte in 15 Ländern. Wie ARIWA die Forderung in sechs Städten in Deutschland auf die Straße gebracht hat, berichten wir hier.

9. Juni 2018, Göttingen

The answer is animal rights

Nachdem sich Deutschland 2014 zuerst in Kassel den weltweiten Veranstaltungen für die Schließung aller Schlachthäuser anschloss, tat sich das Kasseler Orgateam 2018 erstmals mit ARIWA Göttingen zusammen und verlegte den Austragungsort. Das Ergebnis ist ein spektakulärer Demotag mit vielfältigen Aktionen. Den Start des Demozuges prägten in Kasseler Tradition die Originalaufnahmen von Tierschreien aus Schlachthöfen. Später übernahmen es die teilnehmenden Menschen, die Not der Tiere unüberhör- und -sehbar zu machen.

Mehrsprachige Redebeiträge und bunte Aktionen

Sichtbar wurde die Botschaft der Demonstration vor allem durch die besonderen Aktionen, welche die verschiedenen Redebeiträge mit Plakaten oder Standbildern veranschaulichten. So wurden etwa die Bilder aus der Reihe „Augenblicke des Lebens“ von Meune Lehmann präsentiert, während Kampagnenkoordinator Simon Anhut fragte, ob es nicht des bewussten Wegsehens und der Vermeidung der Begegnung, des Augenkontaktes mit dem Tier bedarf, um es zur Ware werden zu lassen. „Wenn wir hinsehen, und sehen wer sie sind“, so sein Plädoyer, „dann ist die Frage nicht: Wie nutzen wir sie? Dann ist die Frage: Was schulden wir ihnen? Und dann ist die Antwort: Tierrechte.“ Um den weltweiten Charakter der Demonstrationen zu unterstreichen, wurden die Redebeiträge zusätzlich in englisch, französisch, spanisch und türkisch vorgetragen.

Demos für die Schließung aller Schlachthäuser Göttingen

Vor McDonalds regten Fleischschalen mit „Menschenfleisch“ zum Nachdenken an und als es um Hühner ging, machte ein blutiges Standbild die Botschaft auch denjenigen verständlich, die keiner der fünf verwendeten Sprachen mächtig waren. Zu guter Letzt vermittelten auch noch Bildschirme und Virtual Reality das Grauen der Tierindustrie. Veganes Essensangebot zeigte Alternativen auf, schließlich ist auch überzeugender Geschmack eine Sprache, die jeder versteht. Die Demonstration fand am selben Tag in London, Buenos Aires, Vancouver, Los Angeles, Pisa, Helsinki, Barcelona und Tokio statt.

Alle Schließung-aller-Schlachthäuser-Demoberichte 2018

Stand: 07/2019 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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