Viele Menschen sagen:
Ich esse nur ganz wenig Fleisch.
Aber das ist falsch.
Im Durchschnitt isst jeder Deutsche in seinem Leben:
- 1.000 Hühner.
- 50 Schweine.
- 50 Puten.
- 5 Rinder.
- 5 Schafe.
- 50 Gänse und Enten.
- Und sehr viele Fische und Meerestiere.
2018 sind 771 Millionen Tiere in deutschen Schlachthöfen getötet worden.
662 Millionen davon waren Masthähne.
Und 56 Millionen davon waren Schweine.
Moderne Tierhaltung?
Fast alles Fleisch in Deutschland kommt aus Massentierhaltung.
Insgesamt sind es 98 Prozent.
Die Werbung zeigt ein anderes Bild.
Auf den Fleischverpackungen sind grüne Wiesen zu sehen.
Und die Tierhaltung wird mit schönen Worten beschrieben.
Zum Beispiel:
Kuhkomfort.
Oder: Wellness im Schweinestall.
Das sind aber nur Lügen.
In der Wirklichkeit sieht die Tierhaltung fast immer anders aus.
Moderne Tierhaltung ist grausam.
Die Tiere werden schlecht behandelt.
Und die Tiere leiden sehr.
Rinder werden zum Beispiel enthornt.
Hühnern werden die Schnäbel abgeschnitten.
Schweinen werden die Schwänze abgeschnitten.
Und die Tiere müssen in viel zu engen Ställen und Käfigen leben.
Dort ist es oft sehr dreckig.
Viele Tiere werden dadurch krank oder sterben.
Artgerechte Tierhaltung?
3 von 4 Menschen aus Deutschland sagen:
Und diese Menschen denken:
Wir essen Fleisch aus artgerechter Tierhaltung.
Auf vielen Fleischverpackungen sind nämlich Tierwohl-Labels.
Das sind bestimmte Bilder oder Symbole.
Die Labels sollen zeigen:
Die Tiere hatten vor der Schlachtung ein gutes Leben.
Aber das ist falsch.
Vielleicht sind die Haltungsbedingungen von diesen Tieren etwas besser.
Aber die Haltungsbedingungen sind immer noch schlecht.
Das gilt auch für Tiere aus Biohaltung.
Vielleicht geht es manchen Tieren vor der Schlachtung wirklich gut.
Aber auch diese Tiere werden im Schlachthof brutal getötet.
Das ist nicht nötig.
Und das ist nicht gut!
Viele Medikamente
Fast alle Nutztiere bekommen Antibiotika.
Trotzdem werden viele Tiere krank.
Jedes Jahr sterben in Deutschland 50 Millionen Tiere schon bei der Aufzucht.
30 Millionen davon sind Masthähne.
Und 4 Millionen Tiere sterben auf dem Weg zum Schlachthof.
Trotzdem werden die Haltungsbedingungen nicht besser.
Denn das kostet Geld.
Mit den toten Tieren verdienen die Tierhalter zwar kein Geld.
Aber das ist trotzdem billiger als bessere Haltungsbedingungen.
Tod im Schlachthof
Der Transport zum Schlachthof ist für alle Tiere schlimm.
Vor der Schlachtung hören die Tiere die Schreie von den anderen.
Die Tiere können das Blut riechen.
Die Tiere haben Angst und Stress.
Oft haben die Tiere durch den Transport auch Schmerzen.
Die Tiere sollen vor der Schlachtung betäubt werden.
Das passiert auf unterschiedliche Art.
Zum Beispiel:
Doch oft passieren bei der Betäubung Fehler.
Eine Untersuchung hat gezeigt:
Jedes Jahr werden 56 Millionen Tiere nicht richtig betäubt.
Diese Tiere bekommen bei der Schlachtung also alles mit.
Dann werden Rindern ohne Betäubung die Beine abgeschnitten.
Oder Hühner werden ohne Betäubung in kochendes Wasser geworfen.
Diese schlimmen Fehler passieren nicht nur in riesigen Schlachthöfen.
Diese Fehler passieren überall.
Ein Leben ohne Fleisch?
Fleischessen ist schlecht für die Umwelt.
Für Fleisch müssen Tiere leiden und sterben.
Aber Menschen brauchen kein Fleisch.
Warm Fleisch ist für eine gesunde Ernährung nicht wichtig.
Fleischessen kann Menschen sogar krank machen.
Immer mehr Forscher sagen:
Veganer leben oft gesünder.
Veganer bekommen vielleicht sogar weniger Krankheiten.
Das Risiko für Diabetes und Krebs ist zum Beispiel kleiner.
Menschen können in jeder Lebensphase vegan leben:
- Bei einer Schwangerschaft.
- In der Stillzeit.
- In der Kindheit.
- In der Pubertät.
- Und als Erwachsene.
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Mast·hähne
Manche Hähne werden für die Fleisch·produktion gemästet.
Das heißt:
Die Hähne sollen schnell wachsen und mehr Gewicht bekommen.
Dann werden diese Hähne im Schlachthof getötet.
Diese Hähne heißen auch: Mast·hähne.
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Massen·tier·haltung
Für die Fleischproduktion betreiben viele Betriebe Massentierhaltung.
In der Massentierhaltung hat ein Betrieb sehr viele Tiere:
Eine Hühnerfarm hat dann zum Beispiel mehr als 40.000 Hühner.
Oder eine Schweine·farm hat mehr als 2.500 Schweine.
Diese Tiere müssen mit sehr wenig Platz leben:
Die Tiere müssen eng zusammenstehen.
Und die Tiere haben keinen Auslauf.
Deshalb haben die Tiere viel Stress und werden oft krank.
Fleisch aus der Massentierhaltung ist aber billig.
Und mit billigem Fleisch lässt sich sehr viel Geld verdienen.
Deswegen gibt es auch viel Massentierhaltung.
Massentierhaltung gibt es auch für andere Tierprodukte.
Zum Beispiel:
Viele Menschen denken:
Massentierhaltung ist sehr schlimm für Tiere.
Das stimmt.
Aber auch alle anderen Arten von Tierhaltung für Tierprodukte sind schlecht.
Den Tieren in Bio-Betrieben geht es zum Beispiel auch schlecht.
Trotzdem denken viele Menschen bei Tierleid nur an Massentierhaltung.
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Enthornt
Rinder haben eigentlich Hörner.
In der Massentierhaltung sind die Hörner aber ein Problem.
Rinder mit Hörnern brauchen nämlich mehr Platz.
Deshalb werden ihre Hörner entfernt.
Dabei haben die Rinder bei der Enthornung eigentlich noch gar keine Hörner.
Rinder werden nämlich schon ganz jung enthornt.
Dafür gibt es ein Enthornungsgerät.
Das Enthornungsgerät verbrennt die Hornansätze.
Die Hornansätze sind am Kopf.
Aus den Horn·ansätzen wachsen später die Hörner.
Dann können die Hörner nicht mehr wachsen.
Die Enthornung tut weh.
Aber die Rinder werden ohne Betäubung enthornt.
Das heißt:
Die Rinder haben dabei viele Schmerzen.
Manchmal entzünden sich die Hornansätze danach.
Dann haben die Rinder noch mehr Schmerzen.
Und die Rinder müssen dann vielleicht Medikamente nehmen.
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Art·gerechte Tier·haltung
In der Natur leben Tiere anders als in der Tierhaltung:
Hühner leben in kleinen Gruppen.
Kälber bleiben bei ihren Müttern.
Und Rinder haben Hörner.
Bei einer artgerechten Tier·haltung leben Tiere fast wie in der Natur.
Aber auch diese Tiere werden im Schlachthof brutal getötet.
Art·gerechte Tier·haltung ist heute sehr selten.
Fast alle Tiere leben in Massentierhaltung.
Art·gerechte Tierhaltung ist nämlich teurer als Massentierhaltung.
Aber wirklich artgerecht ist nur ein Leben in Freiheit.
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Antibiotika
Antibiotika sind Medikamente.
Die Einzahl von Antibiotika ist Antibiotikum.
Antibiotika helfen gegen viele Krankheiten.
Menschen und Tiere können Antibiotika nehmen.
Ärzte verschreiben Antibiotika bei bestimmten Krankheiten.
Zum Beispiel:
Bei einer Mandelentzündung.
Bei einer Lungenentzündung.
Oder bei einer Mastitis.
Eine Mastitis ist eine Brustentzündung.
Menschen können eine Mastitis an der Brust bekommen.
Und Kühe können eine Mastitis an ihrem Euter bekommen.
Tiere in der Massentierhaltung bekommen sehr viele Antibiotika.
Tiere in der Massentierhaltung können nämlich schnell krank werden:
Diese Tiere haben viel Stress.
Diese Tiere haben auch zu wenig Platz.
Und deshalb verletzen sich diese Tiere oft.
In der Massentierhaltung leben zu viele Tiere.
Deshalb kann man nicht herausfinden:
Welche Tiere sind krank und brauchen Antibiotika?
Und deshalb bekommen einfach alle Tiere die Antibiotika.
Das ist nicht gut.
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Bolzen·schuss·gerät
Zum Schlachten müssen Tiere betäubt sein.
Dafür schießt der Schlachter mit dem Bolzenschussgerät in den Kopf vom Tier.
Ein Bolzen·schuss·gerät ist eine Art Schusswaffe.
Und dann tötet der Schlachter das Tier.
Das Betäuben klappt nicht immer richtig.
Dann muss der Schlachter das Bolzenschussgerät nochmal benutzen.
Manchmal denkt der Schlachter:
Aber das Tier ist nicht betäubt.
Der Schlachter hat nämlich einen Fehler gemacht.
Und dann tötet der Schlachter das Tier ohne Betäubung.
Das Tier hat dann vor seinem Tod große Schmerzen.
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