30 Schweine sterben bei erneutem Stallbrand im Betrieb eines ehemaligen Bauernlobbyisten in Siedenbollentin
Animal Rights Watch erstattet Strafanzeige und fordert Betriebsschließung

Aalen, 19.01.2026

Im Stall von Dirk Andresen, dem ehemaligen Lobbyisten der Initiative Land schafft Verbindung, ist gestern bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ein Brand ausgebrochen. Diesmal kamen 30 Schweine ums Leben. [1]

DER SPIEGEL hatte bereits 2020 über erschreckende Zustände in dem Betrieb berichtet und dabei Bildmaterial von Animal Rights Watch (ARIWA) veröffentlicht, das Sauen in viel zu engen Kastenständen zeigte. [2] Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg bestätigte die Vorwürfe, stellte das Verfahren jedoch gegen die Zahlung einer Geldauflage ein.

Nun hat Animal Rights Watch erneut Strafanzeige erstattet und fordert die Schließung des Betriebs. Dazu kommentiert Anna Schubert, Agrarreferentin von ARIWA:

„Wir haben bereits vor Jahren gezeigt, dass in diesem Betrieb Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht vorherrschen. Sauen wurden in viel zu enge Kastenstände gezwängt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein – und wie man jetzt sieht, zahlen die Tiere den Preis. Innerhalb weniger Monate verbrannten in diesem Betrieb 100 Schweine bei lebendigem Leib. Was muss noch passieren, bis die Verantwortlichen handeln? Diese Anlage muss endlich geschlossen werden!“

Bei Interesse an Bild- bzw. Video-Material aus der Veröffentlichung kontaktieren Sie uns gerne.

Quellen:

[1] NDR (2026): Millionenschaden durch Brand in Schweinestall in Siedenbollentin. Online abgerufen am 19.01.26:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/millionenschaden-durch-brand-in-schweinestall-in-siedenbollentin,brand-478.html

[2] DER SPIEGEL (2020): Sauerei im Stall eines Bauernlobbyisten. Online abgerufen am 19.01.26:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/schweinezucht-andresen-wie-es-im-stall-eines-bauernlobbyisten-aussieht-a-59e9a69c-d695-4b93-9610-47527f3b882a

Anna Schubert

Agrarreferentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Text: Animal Rights Watch e.V. | Bilder: Animal Rights Watch e.V.

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