Osterfeuer
Osterfeuer

Öffentliche Osterfeuer sind dieses Jahr verboten. Dennoch werden derzeit vielerorts Holz- und Reisighaufen zum Verbrennen aufgeschichtet. Die Gefahr, dass Tiere mit verbrennen, die sich hier verstecken, ist diesmal besonders hoch.

Illegale Osterfeuer konsequent verhindern – zum Schutz der Tiere!

Aufgrund des geltenden Kontaktverbots sind öffentliche Osterfeuer in diesem Jahr strikt untersagt. Dennoch sind und werden derzeit vielerorts Holz- und Reisighaufen zum Verbrennen aufgeschichtet. ARIWA appelliert deshalb an die Kommunalbehörden bundesweit, mit Nachdruck auf das Verbot hinzuweisen und illegale Osterfeuer konsequent zu unterbinden. Die Gefahr, dass Tiere mit verbrennen, die sich in den aufgeschichteten Haufen versteckt haben, ist diesmal besonders hoch.

Osterfeuer kann zur Gefahr für Tiere werden

Die für Osterfeuer aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen sind eine verlockende Rückzugsmöglichkeit für zahlreiche Tiere, die sich dort verstecken oder gar einnisten. Um zu verhindern, dass sie am Osterwochenende zur tödlichen Falle für diese Tiere werden, raten Tierschützer*innen und Behörden seit Jahren dringend, die Haufen kurz vor dem Entzünden umzuschichten. Bei illegal entzündeten Feuern ist ein solches Umschichten aber völlig unrealistisch. Deshalb ist es wichtig, dass die zuständigen Behörden durch Kontrollgänge vor Ort sicherstellen, dass auf ihrer Gemarkung keine Osterfeuer entzündet werden.

Späteres Abbrennen genauso problematisch

Die Ankündigung mancher Kommunen, bereits aufgeschichtete Haufen nach Ostern von Mitarbeiter*innen nichtöffentlich abbrennen zu lassen, wirft unserer Ansicht nach dieselbe Problematik auf: Auch hier wird ein vorheriges Umschichten häufig nicht möglich sein, solange das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie andauert. Zum Schutz der Tiere fordern wir daher, die Haufen im Zweifelsfall besser verrotten zu lassen oder langsam abzutragen und der Kompostierung zuzuführen. Das lässt versteckten Tieren genug Zeit zu fliehen, zumindest wenn der Abtrag erst nach dem Ende der Brutzeit erfolgt, idealerweise also im Spätsommer.

Osterfeuer

Bei Behörden nachfragen

Tierfreund*innen empfehlen wir, in den verbleibenden Tagen vor Ostern auf ihre lokalen Ordnungsbehörden zuzugehen und zu erfragen, inwieweit diese bereits öffentlich auf das diesjährige Osterfeuer-Verbot aufmerksam gemacht haben und welche Maßnahmen vor Ort geplant sind, um illegale Osterfeuer zu verhindern.

EILIG: Osterfeuer

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des geltenden Kontakt- und Versammlungsverbots sind in diesem Jahr auch Osterfeuer bundesweit untersagt. Da die Holz- und Reisighaufen für Osterfeuer aber oft schon Wochen vorher aufgeschichtet werden, besteht in solchen Fällen die Gefahr, dass sie von unbefugter Hand trotz des Verbots entzündet werden. Für Tiere, die sich in den Haufen versteckt oder gar eingenistet haben, wäre das in diesem Jahr besonders fatal, weil das sonst empfohlene Umschichten in der derzeitigen Situation logischerweise nicht stattfinden wird.

Dieselbe Problematik ergibt sich, falls bereits aufgeschichtete Haufen nach Ostern von städtischen Mitarbeiter*innen nichtöffentlich abgebrannt werden sollen. Auch hier wird ein vorheriges Umschichten häufig nicht möglich sein, solange das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie andauert.
Zum Schutz der Wildtiere bitten wir Sie daher dringend:

  1. Informieren Sie die Öffentlichkeit noch vor Ostern ausdrücklich über das Osterfeuer-Verbot.
    [Vorher prüfen und ggf. löschen:] Bislang haben wir weder auf der städtischen Website noch in der lokalen Presse entsprechende Hinweise gefunden. Sollten solche Hinweise bereits erfolgt sein, danken wir Ihnen für eine kurze Rückmeldung hierzu.
  2. Stellen Sie durch geeignete Kontrollen sicher, dass es auf [Name der Stadt]er Gemarkung keine illegalen Osterfeuer geben wird.
    Auch wenn Institutionen und Vereine, die sonst Osterfeuer organisieren, über das Verbot informiert sind, besteht die Gefahr, dass Einzelpersonen bereits aufgeschichtetes Brennmaterial unbefugt entzünden. Womöglich sogar in der falschen Annahme, durch Umgehen des Kontaktverbots sei das Feuer dann zulässig.
  3. Verzichten Sie darauf, bestehende Haufen nach Ostern amtsseitig abzubrennen.
    Ohne vorheriges Umschichten haben Vögel und Kleinsäuger keine Chance, dem Feuer zu entkommen. Um ihnen Zeit zum Fliehen zu geben, ist es sinnvoll, die Haufen verrotten zu lassen oder langsam abzutragen und der Kompostierung zuzuführen. Mit dem Abtragen sollte jedoch erst im Spätsommer begonnen werden, wenn die Brutzeit vorbei ist.

Vielen Dank für die Beachtung und Umsetzung dieser Punkte. Wir freuen uns, dazu von Ihnen zu hören.

Beste Grüße

EILIG: Osterfeuer

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des geltenden Kontakt- und Versammlungsverbots sind in diesem Jahr auch Osterfeuer bundesweit untersagt. Da die Holz- und Reisighaufen für Osterfeuer aber oft schon Wochen vorher aufgeschichtet werden, besteht in solchen Fällen die Gefahr, dass sie von unbefugter Hand trotz des Verbots entzündet werden. Für Tiere, die sich in den Haufen versteckt oder gar eingenistet haben, wäre das in diesem Jahr besonders fatal, weil das sonst empfohlene Umschichten in der derzeitigen Situation logischerweise nicht stattfinden wird.

Dieselbe Problematik ergibt sich, falls bereits aufgeschichtete Haufen nach Ostern von Mitarbeiter*innen kommunaler Ämter nichtöffentlich abgebrannt werden sollen. Auch hier wird ein vorheriges Umschichten häufig nicht möglich sein, solange das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie andauert.
Zum Schutz der Wildtiere bitten wir Sie daher dringend:

  1. Informieren Sie die Ordnungsämter im Kreis sowie die Öffentlichkeit noch vor Ostern ausdrücklich über das Osterfeuer-Verbot.
    [Vorher prüfen und ggf. löschen:] Bislang haben wir weder auf der Website des Landratsamtes noch in der lokalen Presse entsprechende Hinweise gefunden. Sollten solche Hinweise bereits erfolgt sein, danken wir Ihnen für eine kurze Rückmeldung hierzu.
  2. Bitten Sie die Ordnungsämter, durch geeignete Kontrollen sicherzustellen, dass es auf ihrer Gemarkung keine illegalen Osterfeuer geben wird.
    Auch wenn Institutionen und Vereine, die sonst Osterfeuer organisieren, über das Verbot informiert sind, besteht die Gefahr, dass Einzelpersonen bereits aufgeschichtetes Brennmaterial unbefugt entzünden. Womöglich sogar in der falschen Annahme, durch Umgehen des Kontaktverbots sei das Feuer dann zulässig.
  3. Empfehlen Sie den Ordnungsämtern, auf das Abbrennen bestehender Haufen nach Ostern zu verzichten.
    Ohne vorheriges Umschichten haben Vögel und Kleinsäuger keine Chance, dem Feuer zu entkommen. Um ihnen Zeit zum Fliehen zu geben, ist es sinnvoll, die Haufen verrotten zu lassen oder langsam abzutragen und der Kompostierung zuzuführen. Mit dem Abtragen sollte jedoch erst im Spätsommer begonnen werden, wenn die Brutzeit vorbei ist.

Vielen Dank für die Beachtung und Umsetzung dieser Punkte. Wir freuen uns, dazu von Ihnen zu hören.

Beste Grüße

Tierfreundlich feiern

Stand: 04/2020 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Pixarbay

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