Zweimal aufgedeckt, trotzdem neue Enten eingestallt: REWE, EDEKA und Kaufland müssen Farbe bekennen!

Die Bilder sind unerträglich, die Versprechungen wertlos: Im Februar hat der RBB mit unserem Videomaterial über die katastrophalen Bedingungen in der schlimmsten Entenmast Deutschlands berichtet. Die Tiere leben dort weiterhin auf harten Gitterböden und leiden unter schweren Verletzungen.

Besonders erschütternd: Bereits im Jahr 2023 hatten wir genau diesen Betrieb angezeigt. Damals wurden Verbesserungen angekündigt und das Verfahren wurde eingestellt – doch die neuen Aufnahmen aus diesem Frühjahr beweisen erneut gravierende Missstände. Für die Tiere hat sich absolut nichts geändert. Und das Schlimmste: Aktuell werden vermutlich schon wieder neue Enten in diese Hallen eingestallt.

Dieser Mastbetrieb beliefert den Schlachthof „Dithmarscher Geflügel“. Und genau dieses Fleisch landet am Ende bei REWE, EDEKA und Kaufland in den Regalen. Auf unsere letzten Enthüllungen und Proteste hin behaupteten die Supermärkte, sie hätten die Lieferbeziehungen zum Schlachthof „vorerst“ gestoppt. Doch das entpuppt sich als reine PR-Maßnahme: Da die Entenmast und der Schlachthof stark saisonal arbeiten, ruht der Betrieb über den Winter und das Frühjahr ohnehin. Ein „Lieferstopp“ in der Ruhepause tut niemandem weh.

Jetzt Antworten fordern: Deine E-Mail an REWE, EDEKA & Kaufland

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Bist du genauso fassungslos wie wir? Da nun die neue Saison beginnt und vermutlich bereits wieder neue Enten in die Mastanlagen eingestallt wurden, dulden wir diese Ausweichmanöver nicht mehr. Setze dich jetzt mit uns dafür ein, dass die Supermärkte nach diesem wiederholten Skandal die Zusammenarbeit endgültig und dauerhaft beenden!

Die Hintergründe

Der von uns veröffentlichte Entenmastbetrieb beliefert den Schlachthof „Dithmarscher Geflügel“. Dort werden die Enten geschlachtet und die Produkte anschließend unter anderem bei REWE, EDEKA und Kaufland verkauft.

„Dithmarscher Geflügel“ war bereits im Dezember 2025 von der Tierrechtsorganisation ANINOVA e.V. mit gravierenden Missständen öffentlich gemacht worden. Daraufhin erklärten die Supermärkte, die Lieferbeziehungen „vorerst“ auszusetzen. Als Bedingung für eine mögliche Wiederaufnahme nannten sie unter anderem die Installation einer Videoüberwachung.

Doch diese Ankündigung ist irreführend:

Der Schlachthof arbeitet generell nur saisonal: jedes Jahr von Sommer bis Weihnachten. Aktuell steht der Betrieb ohnehin still. Ein „Lieferstopp“ hat daher faktisch kaum Auswirkungen. In einigen Monaten könnte der Betrieb – mit minimalen Anpassungen – wieder ganz normal liefern.

Text: Animal Rights Watch e.V. | Bilder: Animal Rights Watch e.V.

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