Kühe in Anbindehaltung
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Die tierquälerische „Anbindehaltung“ darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden. Helfen Sie uns dabei!

Petition: Tierquälerische „Anbindehaltung“ darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden!

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen plant, die dortige Kulturlandschaft als UNESCO-Weltkulturerbe schützen zu lassen. In diesem Zuge soll ausdrücklich auch die „Kombinationshaltung“ von Rindern als schützenswertes Kulturgut eingestuft werden. „Kombinationshaltung“ bedeutet dabei nichts anderes als „Anbindehaltung“ mit gelegentlichem bzw. saisonalem Freilauf. Wir sehen darin einen Versuch, den Titel „Weltkulturerbe“ für die Legitimierung überkommener Tierquälerei zu missbrauchen. Bitte unterstützen Sie unsere Petition, um dieses Vorhaben zu verhindern.

Die Unterschriften werden Ende September 2021 an die UNESCO übergeben. Danke für Ihre Unterstützung!

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Die tierquälerische „Anbindehaltung“ darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden.

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Petition gegen den Schutz der tierquälerischen „Kombinationshaltung“ mit Weltkulturerbe-Titel

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir fordern Sie auf, sich für die Streichung des Erhalts der tierquälerischen „Kombinationshaltung“ aus der Bewerbung von Garmisch-Partenkirchen um den Titel „Weltkulturerbe“ für die dortige Kulturlandschaft stark zu machen.

Begründung:

Der „Erhalt der Kombinationshaltung von Nutztieren mit Weidegang“ stellt eine zentrale Schlüsselfrage in der Bewerbung des Landkreises Garmisch-Partenkirchen um den Titel des UNESCO-Weltkulturerbes für die dortige Kulturlandschaft dar. „Kombinationshaltung“ von Rindern meint dabei nichts anderes als „Anbindehaltung“ mit Freilauf an mindestens 120 Tagen im Jahr auf einem Laufhof, einer Weide oder in Buchten. In „Anbinde- und Kombinationshaltung“ leben mehr als 50 Prozent aller Kühe in der Milchindustrie in Garmisch-Partenkirchen.

Die „Anbinde- oder Kombinationshaltung“ wird seit Langem von der Gesellschaft scharf kritisiert und stellt nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kein tiergerechtes Haltungsverfahren dar und widerspricht dem Tierschutzgesetz. Der Grund: Wegen der dauerhaften Fixierung sind die Tiere in ihrem Normalverhalten stark eingeschränkt. Circa 240 Tage im Jahr haben die betroffenen Tiere gerade so viel Bewegungsspielraum, dass sie sich hinlegen und wieder aufstehen können. Monatelang stehen sie so praktisch bewegungslos auf einer Stelle, ohne die geringste Abwechslung. Diese Bewegungslosigkeit macht nicht nur ein natürliches Bewegungs- und Sozialverhalten der Tiere unmöglich, sie werden zudem krankheitsanfällig und verwahrlosen sehr oft auch äußerlich.

Das Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen urteilten 2012, dass die „Anbindehaltung“ im Widerspruch zu § 2 des Tierschutzgesetzes steht. Ein Rechtsgutachten stützt diese Position. Es kommt zu dem Ergebnis, dass wie bei Kälbern auch bei älteren Rindern aufgrund von § 2 des Tierschutzgesetzes von einem grundsätzlichen Verbot der „Anbindehaltung“ auszugehen ist. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) kritisierte 2007 die „Anbindehaltung“ von Rindern aus Tierschutzgründen und hält für Neubauten die „Anbindehaltung“ nicht mehr für zulässig. Auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stuft in seinem Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ von 2015 die „Anbindehaltung“ aus Tierschutzgründen als problematisch ein. Die Bundestierärztekammer und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) haben 2015 jeweils in Stellungnahmen ein Verbot der „Anbindehaltung“ von Rindern gefordert.

Die „Anbinde- oder Kombinationshaltung“ ist unsägliche Tierquälerei und keine kulturelle Errungenschaft, die geschützt werden sollte. Eine Auszeichnung als Weltkulturerbe würde diese Tierquälerei in ein positives Licht rücken und damit künftige Verbotspläne des Gesetzgebers erschweren.

Die „Kombinationshaltung“ ist zum Erhalt der betreffenden Kulturlandschaft auch gar nicht nötig. Bereits heutzutage werden die Almwiesen häufig auch maschinell abgemäht. Diese Praxis kann großflächig ausgebaut werden zum Erhalt der Kulturlandschaft im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Wir bitten Sie, sich gegen den Versuch zu stellen, den Titel „Weltkulturerbe“ für die Legitimierung überkommener Tierquälerei zu missbrauchen.

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Die Petition im Wortlaut

Petition gegen den Schutz der tierquälerischen „Kombinationshaltung“ mit Weltkulturerbe-Titel

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir fordern Sie auf, sich für die Streichung des Erhalts der tierquälerischen „Kombinationshaltung“ aus der Bewerbung von Garmisch-Partenkirchen um den Titel „Weltkulturerbe“ für die dortige Kulturlandschaft stark zu machen.

Begründung:

Der „Erhalt der Kombinationshaltung von Nutztieren mit Weidegang“ stellt eine zentrale Schlüsselfrage in der Bewerbung des Landkreises Garmisch-Partenkirchen um den Titel des UNESCO-Weltkulturerbes für die dortige Kulturlandschaft dar. „Kombinationshaltung“ von Rindern meint dabei nichts anderes als „Anbindehaltung“ mit Freilauf an mindestens 120 Tagen im Jahr auf einem Laufhof, einer Weide oder in Buchten [1]. In „Anbinde- und Kombinationshaltung“ leben mehr als 50 Prozent aller Kühe in der Milchindustrie in Garmisch-Partenkirchen [2].

Die „Anbinde- oder Kombinationshaltung“ wird seit Langem von der Gesellschaft scharf kritisiert und stellt nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kein tiergerechtes Haltungsverfahren dar und widerspricht dem Tierschutzgesetz. Der Grund: Wegen der dauerhaften Fixierung sind die Tiere in ihrem Normalverhalten stark eingeschränkt. Circa 240 Tage im Jahr haben die betroffenen Tiere gerade so viel Bewegungsspielraum, dass sie sich hinlegen und wieder aufstehen können. Monatelang stehen sie so praktisch bewegungslos auf einer Stelle, ohne die geringste Abwechslung. Diese Bewegungslosigkeit macht nicht nur ein natürliches Bewegungs- und Sozialverhalten der Tiere unmöglich, sie werden zudem krankheitsanfällig und verwahrlosen sehr oft auch äußerlich.

Das Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen urteilten 2012, dass die „Anbindehaltung“ im Widerspruch zu § 2 des Tierschutzgesetzes steht [3]. Ein Rechtsgutachten stützt diese Position. Es kommt zu dem Ergebnis, dass wie bei Kälbern auch bei älteren Rindern aufgrund von § 2 des Tierschutzgesetzes von einem grundsätzlichen Verbot der „Anbindehaltung“ auszugehen ist [4]. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) kritisierte 2007 die „Anbindehaltung“ von Rindern aus Tierschutzgründen und hält für Neubauten die „Anbindehaltung“ nicht mehr für zulässig [5]. Auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stuft in seinem Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ von 2015 die „Anbindehaltung“ aus Tierschutzgründen als problematisch ein [6]. Die Bundestierärztekammer [7] und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) [8] haben 2015 jeweils in Stellungnahmen ein Verbot der „Anbindehaltung“ von Rindern gefordert.

Die „Anbinde- oder Kombinationshaltung“ ist unsägliche Tierquälerei und keine kulturelle Errungenschaft, die geschützt werden sollte. Eine Auszeichnung als Weltkulturerbe würde diese Tierquälerei in ein positives Licht rücken und damit künftige Verbotspläne des Gesetzgebers erschweren.

Die „Kombinationshaltung“ ist zum Erhalt der betreffenden Kulturlandschaft auch gar nicht nötig. Bereits heutzutage werden die Almwiesen häufig auch maschinell abgemäht. Diese Praxis kann großflächig ausgebaut werden zum Erhalt der Kulturlandschaft im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Wir bitten Sie, sich gegen den Versuch zu stellen, den Titel „Weltkulturerbe“ für die Legitimierung überkommener Tierquälerei zu missbrauchen.

[1] Bayrischer Bauernverband, [2] Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft, [3] Verwaltungsgericht Stade: Az. 6 B 2245/12 vom 21.09.2012 und Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 11 ME 274/12 vom 26.10.2012., [4] Leondarakis, K. und Liedtke, L. (2014): Gutachten über die Rechtmäßigkeit einer Anbindehaltung bei Rindern. Göttingen, [5] LAVES Niedersachsen, [6] Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, [7] Bundestierärztekammer, [8] TVT: Stellungnahme zur Anbindehaltung von Rindern (Aug. 2015)

Stand: 05/2021 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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