Für die Schließung aller Schlachthäuser 2020: Rückblick Würzburg

2020 stellten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund des Coronavirus auch die jährliche Demonstrationsreihe für die Schließung aller Schlachthäuser vor neue Herausforderungen. Einige Veranstaltungen wurden abgesagt. Andere konnten unter besonderen Auflagen stattfinden.

16. Mai 2020, Würzburg

Wann haben Sie entschieden, Tiere zu essen?

Wie demonstriert man für gesellschaftlichen Wandel, wenn es unmöglich ist, mit vielen Menschen auf die Straße zu gehen? Unser Orgateam in Würzburg hat sich auf eine Strategie besonnen, welche die Demoreihe für die Schließung aller Schlachthäuser schon immer geprägt hat: Fokus auf Inhalte! Maximal 50 Teilnehmende, maximal eine Stunde, mit Abstand und Absperrband – unter hohen Auflagen fand am Samstag die erste diesjährige Protestveranstaltung für die Schließung aller Schlachthäuser statt. Auch in dieser kleineren Form erfüllte der Protest letztlich seinen Zweck.

Mit einiger Improvisation gelang es dem Orgateam und den engagierten Teilnehmer*innen, die Menschen für die Grausamkeit der Tierindustrie und die Machbarkeit veganer Alternativen zu sensibilisieren. In unmittelbarer Nähe zum Wochenmarkt erreichte die Aktion trotz der kurzen Zeit ein großes Publikum. Auch die Presse berichtete. In Redebeiträgen wurden die Menschen aufgefordert, sich zu fragen, wann sie zuletzt hinter die Fassaden die Tierindustrie geschaut hätten, um der Wirklichkeit von Zucht, Mast und Schlachtung ins Auge zu sehen – oder wann sie eigentlich die bewusste Entscheidung getroffen hätten, Tiere essen zu wollen. Klammern wir uns nicht länger an Normalitäten, die wir nie hinterfragt haben.

Privat initiiert, von ARIWA unterstützt

Es war für Würzburg die allererste Veranstaltung unter dem weltweiten Demo-Motto „Schließung aller Schlachthäuser“. Tatsächlich war es auch für mehrere Teilnehmende die erste Demo überhaupt – sogar für die Anmelderin. Zwei motivierte Privatpersonen hatten entschieden, die Demoreihe nach Würzburg zu holen. ARIWA unterstützte lediglich die Umsetzung. Das umfangreiche Demomaterial steht, wenn die Rahmenbedingungen passen, für Planungen im Rahmen der Demoreihe deutschlandweit zur Verfügung. Möchten Sie die Demoreihe in Zukunft auch in Ihre Stadt holen? Wir unterstützen Sie gerne mit unserem Material und unserer Erfahrung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf.

Stand: 07/2019 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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