Für die Schließung aller Schlachthäuser 2021: Rückblick Mainz

Für 2021 kündigte ARIWA unter dem Motto „für die Schließung aller Schlachthäuser“ 15 Demonstrationen in ganz Deutschland an. Unter Einhaltung der Corona-Auflagen sollten nach 2020 alle Veranstaltungen wieder als Demozüge mit besonderem Programm stattfinden. Die Proteste nahmen Bezug auf die Pandemie, die ökologische Krise und die bevorstehende Bundestagswahl.

29. Mai 2021, Mainz

„Ich schreie, doch alles, was ich höre, sind andere Schreie“

Enge, Dunkelheit, Krankheit, Kannibalismus, Tod. Das Leben einer Pute in der Mast ist entsetzlich – und die wenigen Begründungen für Fleischkonsum, mit denen es gerechtfertigt werden soll, entsetzlich schwach, beschränken sie sich doch auf Gewohnheit und Geschmack. Die Schreie der Tiere verhallen ungehört von der Öffentlichkeit. Umso lauter machte die erste Mainzer Demo für die Schließung aller Schlachthäuser deutlich, dass das Leiden hinter den Mauern der Tierindustrie ein Ende finden muss. Mit Trommeln und Cazerolazo (Trommeln mit Töpfen) zog die Demo durch die Mainzer Innenstadt und auch vor die Landeszentrale der CDU. Redebeiträge machten klar: Die Veränderung, die Menschen so gerne allein von der Politik erwarten, wird von einer Politik nach Art der CDU und Julia Klöckner nicht kommen.

Wir müssen die Veränderung selbst beginnen, aber auch Lobbypolitik entschieden abwählen. Wenn sich nach der Bundestagswahl mit einer möglichen neuen Koalition nichts Entscheidendes zugunsten aller Spezies ändert, sind wir alle gefordert, die Demokratie im Sinne eines Volkes aller Spezies zurückzufordern, so Redner Toni die Pianduni, der die Demonstration wie die meisten Veranstaltungen der Demoreihe live ins Internet überträgt. Online wie vor Ort erhält er viel Zustimmung. Dazu singt Liedermacherin NETTE: „Worauf wartest du?! Glaubst du immer noch daran, dass irgendjemand für dich die Welt retten kann?“

Stand: 07/2019 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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