ARIWA Infostand
Menschen

Erfahren Sie mehr über die Menschen, die hinter Animal Rights Watch stehen.

Aktive im Portrait

Hier möchten wir Ihnen nur ein paar der Gesichter zeigen, die sich in den verschiedensten Ortsgruppen engagieren. Sie erzählen, wie sie zum Aktivismus gekommen sind oder welche Aktionen sie gerne durchführen.

Insgesamt engagieren sich weit über hundert Menschen in über 30 Ortsgruppen überall in Deutschland. Viele weitere unterstützen uns bei Demonstrationen. Gemeinsam bewegen wir etwas. Schließen auch Sie sich einer Ortsgruppe an oder starten Sie eine neue.

Hallo, mein Name ist Andy, ich bin 43 Jahre alt. Seit einem guten Jahr bin ich im Tierrechtsaktivismus tätig. Im Herbst 2018 habe ich mir vorgenommen, endlich öffentlich für meine Überzeugung einzutreten, meinen Wirkungskreis über die Freunde und Familie hinaus zu erweitern.

Über den Umweltschutz bin ich dann zu Tierrechten gekommen und habe gemerkt, dass meine ethischen Grundsätze bei Weitem nicht ausreichen. Sofort habe ich auf eine vegane Lebensweise umgestellt und bin nun fast ausschließlich für Tierrechte aktiv. Dies beinhaltet ja auch den Umweltschutz.

Das Wichtigste beim Aktivismus ist meines Erachtens die Aufklärung der Menschen. Der Bezug zur Lebensmittel- und Konsumgüterherkunft besteht heute nicht mehr, oder er wird durch schöne Werbebilder verschleiert. Diesen Schleier gilt es zu lüften.

Mein größtes Highlight bisher war die Teilnahme an „Hand in Hand für Tierrechte“ in Berlin 2019. So viele Menschen, die für die Rechte der Stimmlosen kämpfen – es war ein gutes Gefühl zu sehen, wir sind viele und werden immer mehr.

Hier in der Region gab es keine Ortsgruppe, aber Aktivismus ist dringend notwendig und deshalb habe ich eine Gruppe gegründet. Vegan zu leben ist gut und richtig, aber es reicht leider nicht aus, um größere Veränderungen zu bewirken.

Für ARIWA habe ich mich entschieden, weil die sachliche, seriöse Art, Themen anzugehen, mir gut gefällt. Wie sollen Menschen Konsumentscheidungen richtig treffen, wenn sie ihr ganzes Leben durch Marketing und Lobbyismus einer Manipulation unterliegen? (Glückliche Kühe etc.) Information und Aufklärung sind nötig. Aber auf eine Art, die nicht zu abgedreht wirkt, und ich finde, das machen wir gut.

Besonders schön finde ich das große Engagement der Aktiven. Mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz. Toll war auch die Hilfe von erfahreneren Mitgliedern aus anderen Städten bei „meiner“ ersten Mahnwache.

„Wenn nicht jemand wie du sich endlich kümmert, wird nichts jemals besser hier. Glaube mir!“

Ich wurde mit schrecklichen Bildern der Tierindustrie aufgeweckt und mit leckerem veganem Essen überzeugt. Seitdem verfolgt mich der Wille, gemeinsam mit meinen Freunden in der Ortsgruppe Rhein-Pfalz ein Bewusstsein für die negativen Einflüsse der omnivoren und vegetarischen Lebensweise in Bezug auf Mensch, Tier und Umwelt zu schaffen. Mit Aufklärungsarbeit und wissenschaftlichen Fakten treten wir den gängigen Vorurteilen gegenüber der veganen Lebensweise entgegen.

Eine gerechte Welt für Mensch, Tier und Umwelt geht nur vegan.

Besonders bei der Organisation der Veranstaltungen „Vegan im Quadrat – Mannheims faires Straßenfest“ und „Veganer Weihnachtsmarkt Heidelberg“ kann ich gemeinsam mit den Orga-Teams auf leckere Art und Weise informieren und Banden bilden. Aber auch bei Infoständen oder bei der regelmäßigen „Veganen Tafelrunde“ finde ich es sehr wichtig, Hilfestellung für Menschen zu geben, die sich mit dem veganen Leben auseinandersetzen oder darauf umstellen wollen.

Seit ich vegan lebe, bin ich auch aktiv. Für mich war von Anfang an klar, dass das eine nicht ohne das andere geht. Anfangs war ich auf vielen Straßenaktionen und lauten Demonstrationen unterwegs, was mir geholfen hat bei all der Wut, Trauer und Unzufriedenheit mit dem System der Tierindustrie. Bald aber hatte sich diese Wut gelegt, was mich mehr und mehr in Richtung Aufklärungsarbeit gebracht hat.

Mittlerweile organisiere ich die Vegan Street Days in Stuttgart, veranstalte vegane Mitbring-Brunchs in Esslingen und halte Vorträge im Namen von ARIWA. Dabei steht das Thema Vernetzung und Informationsaustausch im Vordergrund, denn das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Solidarität ist unsere Stärke.

Mein Engagement für Tierrechte und Klimagerechtigkeit hat sich zu einem wichtigen Teil meines Lebens entwickelt. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, sondern von einem Verein wie ARIWA gestärkt zu werden, gibt mir viel Kraft, um auch weiterhin aktiv zu sein. An ARIWA gefällt mir besonders gut, dass sich der Verein klar gegen jede Form von menschenverachtendem Verhalten stellt, was für mich und meine Vorstellung von einer befreiten Welt unumgänglich ist.

Ich habe mich seit den 80er-Jahren immer wieder kritisch mit umweltpolitischen Themen und der Lebenssituation von nichtmenschlichen Tieren, insbesondere in der industriellen Tierhaltung und in der Forschung, auseinandergesetzt. Zunächst war mein persönlicher Protest rudimentär, d. h., ich lebte zunächst vegetarisch und konnte theoretisch meine Positionen begründen. Erst einige Jahre später beschloss ich, meine Trauer und Wut über das zugefügte Leid an der Umwelt und an nichtmenschlichen Tieren in Aktivismus umzuwandeln.

Meine ersten Erfahrungen machte ich bei Greenpeace. Viele Jahre war mein Motiv: Umweltschutz ist die Basis allen Lebens. Die Auseinandersetzung mit Tierrechtsfragen ging dabei weiter, ich hatte meine ersten Kontakte in der „Szene“, wurde vegan und gründete mit zwei weiteren Menschen eine vegane Gruppe in Dortmund (VegaDo). Darüber lernte ich Uli und Bettina Rehberg kennen. Uli fragte mich, ob ich eine Ruhrgebiet-Gruppe von ARIWA gründen wollte, da es im gesamten Ruhrgebiet bis dahin keine gab. Das tat ich dann Anfang 2014.

Nach einiger Zeit musste ich mich aus Zeitgründen zwischen Umweltschutz- und Tierrechtsaktivismus entscheiden, zumal ich 2013 auch die Gruppe Ärzte gegen Tierversuche Ruhrpott gegründet hatte. Es war eine Bauchentscheidung zu sagen, ich wende mich nun verstärkt den Tierrechten zu, aber die richtige. Mittlerweile ist der Klimaaspekt in der Tierrechtsarbeit integriert und ich profitiere dort von meinen Vorkenntnissen. Es ist ganz in meinem Sinne, dass der „ganzheitliche“ Blick auf Tierrechte, Umwelt- und Klimaschutz sowie Menschenrechte immer stärker geworden ist. Das heißt allerdings auch, dass unser Themenspektrum größer, vielschichtiger und anspruchsvoller geworden ist.

Ein Grund, bei ARIWA sein zu wollen, war und ist auch immer der, dass die Aktiven des Vereins das auch so sehen und dem gerecht werden wollen. Insofern tun wir unser Mögliches für Tierrechte und Umwelt im Rahmen der Kampagnenarbeit sowie der örtlichen und überörtlichen Öffentlichkeitsarbeit. Schön und erfolgreich waren die Demos für die Schließung aller Schlachthäuser, die wir in wechselnden Städten organisieren, aber auch die Infostände bei der Fair Friends sowie die Kunstausstellung und das Symposium „I wanna be your dog“. Für mich ist wesentlich, dass ich die Aktionen mit anderen Kolleg*innen vorbereiten und durchführen kann, dass das Spaß macht neben der auch mühseligen Hintergrundarbeit. Auch weil ich mich auf „meine Leute“ verlassen kann.

Stand: 09/2020 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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