Mit der VOX-Tierdetektivin in der Schweinezucht

Die Tierschutzdetektivin Judith Pein, bekannt aus der Sendung hundkatzemaus (VOX), begleitete im August Recherche-Aktivist*innen in eine Schweinezucht. Die Zustände dort sind unendlich grausam. Es wird gegen zahlreiche „Tierschutz“-Auflagen verstoßen. Besonders brisant: Bereits 2018 deckte ARIWA die gleichen Zustände in diesem Betrieb auf. ARIWA erstattete damals Strafanzeige, die Ermittlungen wurden wie üblich eingestellt.

12. September 2020, Sachsen

Das VOX-Magazin hundkatzemaus berichtet heute exklusiv mit aktuellem Videomaterial von ARIWA.

Jahrelange „Tierschutz“-Verstöße

Sauen werden in körpergroßen Metallkäfigen eingequetscht, Schweine leiden an schmerzhaften Gelenkentzündungen, Ferkel sterben qualvoll kurz nach der Geburt. Teilweise drückt die Gülle aus den Spalten im Boden nach oben, die Tiere waten durch ihren eigenen Kot. Nicht erst im Juli und August 2020 wurden solche schockierenden Zustände in der Schweinezucht dokumentiert. Ähnliche Bilder von leidenden Tieren, illegal engen Kastenständen und verdreckten Mastbuchten hatte ARIWA bereits Anfang 2018 veröffentlicht. Doch unsere Strafanzeige wurde von der Staatsanwaltschaft nicht ernst genommen, und wie üblich wurden die Ermittlungen eingestellt.

Selbst wenn die absurd niedrigen gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden, leiden die Tiere unermesslich. Doch Undercover-Recherchen in der Tierindustrie decken seit Jahren auf, dass tierschutzrechtliche Verstöße systematisch an der Tagesordnung sind. Sie werden von allen Beteiligten inklusive den Kontrollbehörden und der Justiz in Kauf genommen. Dies ist nur eines von vielen Beispielen.

Für bio-vegane Landwirtschaft

Dieses massive alltägliche Leid ist eine logische Folge daraus, dass empfindungsfähige Lebewesen in unserer Gesellschaft als Objekt und Ware eingestuft werden. Nur eine Komplettabkehr von der Tiernutzung kann diese Zustände beenden. ARIWA fordert daher das Ende von Subventionen und jeder finanziellen Unterstützung für die Nutztierindustrie sowie die Förderung des bio-veganen Landbaus – einer Landwirtschaft, die nach ökologischen Standards arbeitet und komplett ohne die Nutzung von Tieren auskommt.

Helfen Sie uns solche Recherchen zu veröffentlichen!

Stand: 09/2020 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

aktiv fuer tierrechte