Brutaler Tötungsalltag beim „Putenpräsidenten“

Kranke und sterbende Puten, die brutal mit einem Knüppel erschlagen werden: Mit zertrümmertem Schädel leiden sie teils minutenlang. Diese schrecklichen Szenen filmten Ende Oktober versteckte Kameras in einer Putenmastanlage von Deutschlands führendem „Geflügel-Lobbyisten“. Zusätzliche Filmaufnahmen zeigen Puten mit Brustblasen und offenen, verdreckten Wunden, die von ihren Artgenossen blutig gepickt werden. Bereits 2016 deckte ARIWA ähnliche Zustände in diesem Betrieb auf.

14. Dezember 2020, Brandenburg

Spiegel TV berichtet exklusiv mit aktuellen Videomaterial von ARIWA.

Standard in der Putenmast

ARIWA geht davon aus, dass die schrecklichen Bilder Standard in der Putenmast sind. In der Putenmast sind Mortalitätsraten um 7 % keine Seltenheit. Gelenk- und Fußballenentzündungen, entzündliche Brustblasen, Kannibalismus, Federpicken und hohe Sterberaten sind direkte Folgen der üblichen Mastbedingungen. Die betroffenen Tiere sind von vornherein als ‚Verluste‘ einkalkuliert. Da eine angemessene tierärztliche Behandlung nicht rentabel wäre, werden diese Puten einem langsamen und leidvollen Tod überlassen oder auf brutale Weise getötet. Das ist die logische Folge einer Ideologie, die Tiere als Waren betrachtet: Über das Leben und Sterben dieser Tiere entscheidet allein ihr wirtschaftlicher Nutzen. Ihr millionenfaches Leid und selbst klare rechtliche Verbote spielen in der Tierindustrie keine Rolle.

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Für eine grundlegende Agrarwende

Die Zustände im Stall des obersten Putenhalters in Deutschland sagen sehr viel über den generellen Zustand der Branche aus. Putenmast ist immer mit massivem Tierleid verbunden. Und das alles gilt als normal und steckt in jedem Putenschnitzel. Dies ist jedoch weder akzeptabel noch alternativlos: Wir alle können für ein Ende der Putenmast eintreten und uns stattdessen mühelos rein pflanzlich ernähren. Das ist nicht nur gesund und abwechslungsreich, sondern auch ökologisch längst geboten. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt im Öko-Landbau ohne jede Tiernutzung.

Stand: 12/2020 | Text: © Animal Rights Watch e.V. | Bilder: © Animal Rights Watch e.V.

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